Der Hai, in welcher mutierten Variante auch immer, ist derzeit nicht mehr aus dem Tierhorrorbereich wegzudenken, obgleich die Formen stets grotesker werden. „Sharknado“ war bereits bizarr ohne Ende, doch auch hier vollziehen die Tiere Dinge, für die man im Alltag eigentlich eine Fräse aus Titan bräuchte.
In Arkansas ist soeben ein Transport mit weiblichen Knastinsassen und zwei Aufsehern unterwegs, als der Van überfallen wird, um eine der Gefangenen zu befreien. Die Truppe gelangt in eine abgelegene Waldhütte. Doch hier sind sie schon bald von prähistorischen Haien umgeben, die nur auf ihre Opfer lauern…
Regisseur Jim Wynorski hat schon so manche Gurke aus dem Genre auf dem Kerbholz, doch besser werden seine Beiträge mittlerweile nicht mehr. Die Story passt auf die Rückseite eines Kassenzettels von der Wäscherei, die Effekte sind durch die Bank unterirdisch und Spannung kommt bei alledem nur allzu selten auf.
Das beginnt bereits mit den teils abgehalfterten Mimen wie Traci Lords oder Cindy Lucas, die null Ausdruck ins Spiel bringen. Gut, die Figurenzeichnungen tendieren gegen Null, bis auf Wachmann Carl gibt es keinen Sympathieträger, doch auch um die Haie ist es nicht gut bestellt. Meistens sieht man nur ihre Wege unter der aufgetürmten Erde, ab und an ist eine Rückenansicht zu erhaschen, doch wie sich die Viecher einen Weg unter der festen Erde durchbahnen, bleibt ebenso ein Rätsel, wie ein paralleler Ozean zwischen den Erdschichten über Jahrtausende unentdeckt blieb.
Leidlich temporeich geht es ohnehin erst zu, als die Gruppe versucht, von der Hütte in eine nahe gelegene Höhle zu gelangen und eine Ablenkung mit Dummy und Menschenblut vollzogen werden soll. Natürlich wird die Gruppe mit der Zeit dezimiert, doch dies geschieht zumeist recht unblutig und unspektakulär, lediglich ein abgetrenntes Bein ist auszumachen.
Plumpe Dialoge werden lediglich von einigen überdimensionalen Silikonmonstern unterboten, der Score trabt immerhin angemessen mit, während die Schauplätze, trotz geräumiger Höhle recht austauschbar daherkommen. Aufgrund zahlreicher irrationaler Verhaltensweisen hält sich das Mitfiebern in Grenzen und auch der Versuch, einige Male etwas Humor einzustreuen, geht völlig daneben. Letztlich vermag auch das Finale keine dramaturgische Steigerung zu markieren, wonach der obligatorische Schlussgag weitgehend verpufft.
Selbst ausgemachte Trashfans kommen hier kaum auf ihre Kosten, denn dafür geben die Haie zu wenig her, die Effekte fallen nicht grotesk genug aus, während die Handlung eindimensional, kaum spannend und wenig überraschend ausfällt.
Kann in der Reihe der vielzähligen Werke mit Haimutationen locker von einer Sichtung ausgeschlossen werden.
3,5 von 10