Irgendwo in den Staaten finden gerade ein paar Felssprengungen statt, welche es offenbar lange eingesperrten prähistorischen Monsterfischen erlauben, ans sonnige Tageslicht zu kommen. In der sumpfigen, bewaldeten Gegend sind auch ein paar Leute unterwegs, die nun ganz unerwartet von den Viechern angegriffen werden: zum einen ein Rangerpärchen, das mit seinem Offroader im ca. 15 cm tiefen Wasser steckengeblieben ist, zum anderen zwei Cops, die irgendwelche Ausbrecher jagen und immerhin ein paar blutige Knochen samt einem verängstigten Bootsfahrer entdecken und schließlich noch die titelbegründenden weiblichen Sträflinge, fünf großbusige Mädels in weißen Tops und Hotpants, die von zwei Wärtern beaufsichtigt Baumwurzeln ausgraben sollen. Sie alle befinden sich, ohne es zu ahnen, in akuter Lebensgefahr, denn die miserabel computeranimierten Monsterfische erreichen nicht nur im seichten Wasser erstaunliche Spitzengeschwindigkeiten, sondern können sich überdies auch an Land durch den Boden wühlen, ohne Spuren zu hinterlassen. Wer von den Anwesenden, so lautet nun die Frage, kann diesen grausamen Bestien entkommen?
Filme wie Sharkansas Women's Prison Massacre haben immerhin den Vorteil, durch ihren marktschreierischen Titel in Kombination mit dem Cover (Frauen und ein Hai, beide Spezies mit weit aufgerissenen Kauleisten) schon vor sich selbst zu warnen, insofern kann sich niemand darüber beschweren, daß es hier weitgehend sinnlosen Müll zu sehen gibt. Der vorliegende Streifen bemüht sich darüber hinaus, neben Tierhorror auch noch das WIP-Genre anzusprechen, versagt dabei aber genauso kläglich wie bei der Darstellung der Monsterfische. Aus der Riege der weitgehend unbekannten und ungenannt bleibenden Darsteller ragt immerhin der Name Traci Lords heraus, älteren Semestern als Pornostar der 80er Jahre bekannt - sie spielt den weiblichen Detective und erreicht dabei als Einzige so etwas wie Mittelmaß, was auch schon einiges über die nicht vorhandenen Charakterzeichnungen des schwachen Drehbuch aussagt. Nackte Haut gibt es von kurzen Bikiniszenen abgesehen übrigens keinen Millimeter, aber das war in diesem Billigstreifen knapp über Amateurniveau auch nicht zu erwarten.
Denn die eigentliche Hauptsache in derartigen Produktionen sollen ja eigentlich phantasievoll-schreckliche Monster sein, doch diese sind derart billig und unzureichend kurz in Szene gesetzt, daß sie statt Gänsehaut nur allmähliches Gähnen auslösen. Große Rückenflossen in knöchel-, selten knietiefem Wasser sowie die an den Haaren herbeigezogene "Fähigkeit", sich auch durch die Erde und an Land bewegen zu können, verstärken den Eindruck einer unausgegorenen "Idee", die freilich noch viel schlechter umgesetzt wurde als sie sich anhört. Die Opfer der Monsterfische verschwinden per schnellem Umschnitt, und der Blutgehalt beschränkt sich mehr oder weniger auf ein paar harmlose Spritzer. Erkennbar nicht für diesen Film gedrehte Sequenzen (wie die anfänglichen Sprengungen), grundsätzlich sterbenslangweilige Dialoge und der poppige, nie Gefahr vermittelnde Score tun ein Übriges.
So quält man sich durch die fade Handlung, wo die Gefängnis-Mädels mittels Geiselnahme befreit und in einem Ferienapartment im Wald untergebracht werden, wo dann natürlich die lieblichen Fischlein auftauchen. Alldieweil läßt sich Tracy Lords über eine gefundene Colaflasche aus Glas "und nicht aus schrecklichem Blech und Plastik wie heutzutage" aus, was ihrer Rolle wohl so etwas wie Tiefe verleihen soll - eine Tiefe, die über jene des Bächleins im Wald aber nicht wirklich hinauskommt. Als dann eines der geflohenen Mädels irgendein zufällig vorgefundenes Buch als eine Erstausgabe von Charles Dickens identifiziert, wird es zunehmend zur Herausforderung, den Schwachfug nicht vorzeitig abzudrehen.
Leider versagt Sharkansas Women's Prison Massacre auch in jener Kategorie, die hauptsächlich Trash-Streifen vorbehalten ist: nämlich Szenen zu produzieren, die so schlecht sind, daß man sie sich merken möchte. Obgleich sich der Film wenigstens nicht sonderlich ernst nimmt, sucht man dergleichen unfreiwilligen Humor leider vergeblich. So bleibt dann nach knapp 83 Minuten, in denen man problemlos nebenbei telefonieren, Fingernägel schneiden oder den Müll raustragen kann nur das Fazit, hier seine Zeit verschwendet zu haben: 1 Punkt.