Review

Nein, die Geschichten um Horror-Ikone Robert Englund wiederholen sich vorerst nicht, obgleich der Titel etwas anderes suggerieren könnte: Im titelgebenden Landhaus kommt es nicht zu Alpträumen, auch wenn das im Hinblick auf das unausgereifte Drehbuch die wahrscheinlich bessere Alternative gewesen wäre.

John (Englund) ist ein Schauspieler, der nach diversen Aufenthalten in Suchtkliniken endlich wieder ein Rollenangebot erhält. Gemeinsam mit fünf weiteren Darstellern findet er sich auf einem abgelegenen Landsitz in Pennsylvania ein, wo der geheimnisvolle Regisseur Nicholas ein Geheimnis aus seinem Drehbuch macht und nur grob die im 18. Jahrhundert in Rumänien spielende Romanze andeutet. Als jemand aus der Riege spurlos verschwindet, wittert John eine perfide Intrige...

Als Zugpferd für kleine Genreproduktionen taugt der charismatische Englund natürlich immer, doch gegen das ideenlose Skript kommen er und die übrigen, weitaus weniger markanten Mimen nicht ansatzweise an.
Im Kern verschmelzen die Darsteller mit den Figuren der Geschichte, welche nur am Rande per Flashbacks mit leichten Bildverfremdungen wie Weichzeichner und entsprechender Kostümierung visualisiert wird. Eine Story, in der Regisseur Nicholas, nicht zuletzt aufgrund eines ominösen Buches eine wesentliche Rolle einnimmt.

Doch mit entsprechender Gruselatmosphäre oder gar Spezialeffekten ist es nicht weit her.
Zwar taugt die oftmals gut positionierte Kamera und das Spiel mit Licht und Schatten kann sich phasenweise ebenfalls sehen lassen, doch das Interieur des Schauplatzes versprüht kaum eine beängstigende Stimmung und diverse Persönlichkeitsveränderungen schüren nur selten Unbehagen, zumal Nicholas bereits im Vorfeld überdeutlich macht, wer im Verlauf zu welchem Lager übersiedeln wird.

Entsprechend dröge und ohne spannende Einlagen mäandert die komplett vorhersehbare Chose vor sich hin, eine kleine Rangelei gegen Mitte kann diesbezüglich fast schon als kleines Highlight gewertet werden. Übersinnlich anmutende Szenen oder nennenswerte Gewalteinlagen sucht man vergebens und so weicht das Interesse am Geschehen bereits nach einem Drittel merklich, was der uninspirierte Showdown final unterstreicht.
Die Ausgangslage klingt viel versprechend, die Umsetzung entpuppt sich jedoch als reine Schlaftablette.
3 von 10

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