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Die Geschichte versetzt uns nach "South Central", eines der heruntergekommendsten Viertel im Los Angeles der Neunziger. Die vorwiegend schwarze Community der dort ansäßigen sozialen Unterschicht kämpft um's blanke Überleben und verzweifelt an ihrer aussichtslosen Lage. Längst in Drogensucht und Alkoholismus untergegangen, vernachlässigen sie auch vermehrt die Erziehung ihrer Kinder und als Resultat daraus organisiert sich die flegmatischen und desillusionierten jugend vermehrt in kriminellen Gangs und pustet sich regelmäßig und wechselseitig über den Haufen. - Der intelligente Teenager Tre jedoch hat andere Ambitionen: Er will dem Ghetto entkommen und strebt mit siener Fundin ein erfüllteres Leben an. Doch auch er kann sich dem vorherrschenden, unbarmherzigen Recht des Stärkeren letztlich nicht entziehen...

Mit reichlich Pathos gingen die Macher an die Materie heran und schufen so einen der ersten, schwarzen "Gangsterfilme", die fortan in den Neunzigern noch wie Pilze aus dem Boden sprießen sollten. Einerseits bemüht, die Mißstände der amerikanischen Ghettos anzuprangern geht der Film jedoch immer wieder dazu über, die exzessive Gewalt und die tumbe "Auge um Auge"-Philosophie der Gangs (die diese auch aus nichtigstem Anlaß zum Abzug greifen läßt, a la "Heh, was gucksu so blöd... *Peng*") zu glorifizieren und in's Grenzenlose zu übertreiben. - Trotz all der Faux Pas und des schon fast greifbaren, direkt lächerlich anmutenden "Drucks auf die Tränendrüse" (a la "Buhu, sie hatten von Anfang an keine Chance..." *rolleyes*), im finalen Fazit allerdings dennoch ein sehenswehrter, aktionreicher Streifen.

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