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Eine tragische Liebesgeschichte – wie sie nur das Leben schreiben kann. Der alternde Literat und Professor Jack Lewis – der belesenen Welt eher als CS Lewis bekannt – heiratet die Amerikanerin Joy Gresham, um ihr und ihrem Sohn eine Aufenthaltsgenehmigung zu ermöglichen. Sir Richard Attenborough inszeniert die in wundervollen Landschaftsbildern gefilmte Lebensabschnittsgeschichte CS Lewis als tränenreiches Liebesdrama. Sind die beiden zunächst nur auf dem Papier ein Ehepaar, ändert sich dieser platonische Zustand während der Knochenkrebserkrankung Joys. Jack erlebt einen zweiten Frühling und muss sich schon jetzt mit dem Gedanken abfinden, dass er dieses Gefühl nur für einen kurzen Moment genießen kann. Wurde von vielen Kritikern der versandete „englische Patiente“ als Liebesdrama der Neunziger bezeichnet, muss man nach dem verheulten Angucken „Shadowlands“ gestehen, dass dies eine Fehleinschätzung sondergleichen ist. Während das überlange Wüstenepos in tiefe Kitschregionen abdriftet, wissen die beiden Hauptdarsteller Anthony Hopkins und Debra Winger (Oscar-nominiert) das Niveau des Filmes auf exorbitanter Höhe zu halten – leider ohne die verdiente Beachtung des Publikums.

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