Review

Leidenschaft schafft Leiden

So oder so wäre das eine geile, teilweise wirklich liebevoll & detailverliebt umgesetzte Idee. Aber aus deutschen Landen? Wow, das muss eigentlich Extrapunkte geben. Unerwartet & ein löbliches Beispiel, dass auch hierzuland mal Kreativität & Leidenschaft auf Risiko im Genrefilm treffen können. Auch wenn etliche Found Footage Filme Ähnliches bieten & der Film kein Vergleich zu z.B. "Rec" ist. Ärgerlich ist natürlich, dass der meist in der Ego-Shooter-Perspektive dargestellte Film, letztendlich doch in den kreativen Startblöcken hängen bleibt & kein guter Film geworden ist. Trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Und vielleicht kann eine Fortsetzung ja ein paar der Fehler durch ein besseres Skript & mehr Budget ausbügeln.

Man spürt jederzeit, dass die Macher von "FPS" gute Ideen haben & die Vorlagen ala Doom, Resident Evil & Dukem Nukem + etliche Kultfilme wirklich lieben, huldigen & kennen. Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass hier viel mehr gegangen wäre. Viel gewollt, wenig geschafft. Teilweise ist der Film trotz der schnellen Idee, nur 80 Minuten Laufzeit & dauerhaften One-Linern wirklich lahm & langweilig. Die Effekte reichen von niedlich über nostalgisch bis meist (budgetbedingt) wirklich billig & die vielen Sprüche des Protagonisten gehen auch von  sehr cool bis inflationär & nervig. Trotzdem ist es natürlich ein Schmankerl nicht nur für Gamer, wenn er wiederholt betont, dass er einen Schlüssel für die verschlossene Tür braucht oder die Autosave-Funktion genutzt wird. Besonders gelungen fand ich das Retro-Intro, besonders langweilig (aber auch spielegetreu) die vielen Zettel mit Infos zur langweiligen Hintergrundgeschichte rund ums Zombiehospital, welche man beim Spielen eh geskippt hätte.

Fazit: gute Ansätze & Liebe zu den Spielen & Details, aber als Film dann doch eher Grobzeug! Hier wäre mehr drin gewesen!

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