Review

Schickt dich auf die Ouijabretter!

Als ich letztes Jahr das noch recht frische, auch nicht üble Remake geschaut habe, fiel mir auf, dass ich Kevin Tenneys Original bisher scheinbar nie am Stück geguckt hatte. Vielleicht lag das am generischen und im Horrorzirkus gefühlt dutzendfach benutzten Titel. Dies ist somit nachgeholt. Bereut habe ich es nicht. Wirklich verpasst hatte ich bisher aber auch nichts... In "Witchboard" (1986) - irgendwo zwischen Soap, Slasher und Okkultschocker - kommt eine junge Frau bzw. mehr oder weniger ihre gesamte Clique samt mehrerer Ex-Freunde in das Visier einer dämonischen Entität, nachdem sie ein altes Ouijabrett "unsachgemäß" und allein benutzt...

Speaking of Witch...

Zwischen supernatural slasher und "Final Destination"-Vorläufer haut mich "Witchboard" (1986) sicher nicht aus den Latschen, aber dennoch verstehe ich sofort warum er in seiner Veröffentlichungszeit ganz gut gezogen und auch noch ein paar Sequels spendiert bekommen hat. Das Konzept ist zugänglich und funktioniert, einige Kills kommen aus dem Nichts, sind grausam und wunderbar böse, die Ladies sind sexy und die Laufzeit übertreibt's nicht. Da greifen schon einige Rädchen gut ineinander und die Schraube aus Spannung und Spaß zieht konsequent an. Und die soapigen Komponenten zwischendurch muss man überschmunzeln. Oder man geht sich in der Zeit einfach noch ein Bierchen holen. Das passt gut zu der Mordssause. Wenn man von 80s-Horror mit genauso viel Kreativität wie Käse also kaum genug bekommt, macht man mit dem originalen "Witchboard" ganz sicher wenig falsch. Die zweite Offenbarung sollte man aber nicht erwarten.

Fazit: Fachmännischer Okkultbrettschlitzer für 80s-Allesgucker - kurzweilig, knackig und kompetent!

Details
Ähnliche Filme