Review

"Transecendence" hat eine geniale Idee, einen genialen Wissenschaftler aber leider nicht adäquates auf dem Regiestuhl. Als alter Cronenbergfan hat schon der Titel großes Interesse bei mir geweckt. Und Johnny Depp sehe ich auch gern spielen. Worum es in dem Film so wirklich ging, habe ich nach knappe einer Woche fast weider vergessen, denn der Streifen ist vor allem eines: Langweilig. Da plätschert eine tolle Story einfach so vor sich hin und Depp ist noch blasser als in seinen Burton-Filmen - hier allerdings was seine schauspielerischen Fähigkeiten angeht. Das Drehbuch gibt den Figuren aber zu wenig Tiefe, als das man daraus etwa hätte machen können.
Emotional ist der Film nur im 1. Teil berührend. Die Klone verkommen zu billigen Zombiesektenanhängern. Stattdessen hätte man ja auch zeigen können, wie sie subversiv das gesellschaftliche System unterlaufen, ähnlich wie es Facebook, Google und Co. bereits heute tun. Das hätte für Spannung gesorgt und die Figur des Cyber-Casters wäre tatsächlich bedrohlich gewesen. So fragt man sich die ganze Zeit, warum keiner dem Super-PC den Stecker zieht. Aja, weil sonst alles zusammenbricht, was mit Computern zu tun hat, oder so.

Fazit:
Insgesamt hat mich selten ein Film derart gelangweilt. Schnell vergessen. Schade drum. 2/10

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