kurz angerissen*
Christopher Nolans Kameramann Wally Pfister belebt das Bild vom Schuster und seinen Leisten neu - ein Regiedebüt hinlegend, das wegen seiner hochinteressanten Prämisse gerade noch einen Wert beibehält, der von der uninspirierten Inszenierung eingerissen zu werden droht. Offensichtliche Ratlosigkeit bestimmt den Handlungsablauf und die Themenfokussierung, wobei die Zusammenarbeit mit Nolan Früchte getragen hat, denn so gut „Transcendence“ aussieht mit all seinen Interaktionsmonitoren, Serverfarmen, die im Licht funkeln, und metallisch glänzenden Partikeln, die gen Ende durch die Luft wirbeln, so nüchtern, wenn nicht gar unbeteiligt, fällt der Erzählton aus. Das in der Breite fast schon spektakuläre Darstellerensemble verliert vor der Kamera seinen vielversprechenden Glanz, denn Pfisters trockenem Ton widerstehen sie alle nicht – insbesondere nicht Johnny Depp, der sich hier wohl kaum das geeignete Projekt ausgesucht hat, um sein Tief zu verlassen, das sich seit den ersten Fortsetzungen zu „Fluch der Karibik“ immer weiter streckt.
Von einem dem Wesen nach wirklich schlechten Film zu sprechen ist nicht einmal angemessen, vielmehr resultiert etwaige Enttäuschung aus der reizvollen Ausgangskonstellation, so dass man aus der Hüfte zu einer neuen Erfindung aufrufen möchte: Instant-Remake.
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