Review
von Leimbacher-Mario
Doppeltes Guilty Pleasure?
Found Footage trifft Katastrophentrash?! Holy Flying Cow… Zwei meiner ungeniert liebsten „Hirnaus-Subgenres“ treffen in diesem „Twister“ für Hohlköpfe aufeinander. Und es funktioniert! Einige Freak-Stürme verwüsten in diesem seichtesten Wirbelwind von Popcornkino den mittleren Westen und sowohl ein jugendlicher Hobbyfilmer als auch ein Profi-Tornadojäger-Team „drehen“ uns dieses kurzweilige Filmchen…
„Storm Hunters“ ist ein gutes Double Feature mit „Hurricane Heist“ und hier passt der noch plattere deutsche Verleihtitel sogar mal mehr als der originale. Die Figuren bleiben unverschämt blass. Nicht alle Effekte haben sich allein in den wenigen Jahren seit Release gut gehalten. Und der Filmvater muss einer der schlechtesten Darsteller sein, die mir dieses Jahr über den Bildschirm flatterten. Und doch hat mich dieser filmische Windbeutel fast peinlich gut unterhalten. Weggeblasen würde es etwas überziehen, trotz thematischem Fit. Aber ehrlich gesagt hatte ich mit einer reinrassigen Gurke gerechnet. Die bekam ich zum Glück nicht. Die Kamerart holt einen sehr gut direkt ins Auge des Sturms und Geschehens, sie wackelt trotz Windstärke 25 auch nur selten. Die Comedic Reliefs tun ihren Zweck. Es artet nie in Weltenzerstörung a la Emmerich aus. Und es gibt quasi keine Längen, das Fönspektakel weiß genau wann es zu Ende sein sollte und alle Haare trocken sind. Ein ruhiger und finaler Moment weit über den Wolken trifft sogar genau den extrararen Punkt zwischen Poesie und Trash.
Fazit: „Project X“ meets „Jackass“ meets „The Day After Tomorrow“ - null Anspruch, genug Unterhaltung!