Review

Ganze acht Jahre hat es gedauert, bis Jacob Goodnight wieder zu seinen Mordwerkzeugen greifen darf. Mit den Soska Twins auf dem Regiestuhl und den beiden bei Genrefans bekannten Screamqueens Danielle Harris und Katharine Isabelle im Cast geht Wrestling Ungetüm Kane dieses mal in einem Leichenhaus auf die Jagd.


Story:
Amy (Danielle Harris) könnte sich eigentlich was schöneres vorstellen als an ihrem Geburtstag ihrer Arbeit im Leichenschauhaus nachzugehen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Seth ( Kaj-Erik Eriksen) bekommen sie aber einen besonderen Neuzugang. Der leblose Körper von Jacob Goodnight, ( Glen "Kane" Jacobs) der für die Morde von diversen Jugendlichen verantwortlich war, landet auf dem Tisch.
Weil die liebe Amy, gute Freunde hat, welche nicht auf ihre Geburtstagsparty verzichten wollen, lassen sich die Partyfreudigen vom Chef der Einrichtung reinschmuggeln und überraschen die Bestatterin mit einer Überraschungsfete. Es wird getrunken, gescherzt, ge*****... die Laune ist bei fast allen gut, naja bis Jacob erwacht....

Zugegeben ist schon eine ganze Weile vergangen, seit ich den ersten Teil auf dem Fantasy FIlmfest 2006 gesehen habe und durch den Umstand das es hier in Deutschland so ein Paar Zensurproblemchen gab (Handy-Szene) ist er auch noch nicht in meine Sammlung gewandert. Dennoch sind meine Errinerungen an den Vorgänger Teil recht positiv, so das ich mich freute das ein zweiter Teil nun da ist. 
Ein weiterer Pluspunkt der mich dazu veranlasste mir den Streifen reinzuziehen sind ganz klar die Regiesseurinnen, welche mich schon mit ihrem letzten Werk "American Mary" positiv überrascht haben.

Der von WWE Films produzierte "See no Evil 2" welcher im Gegensatz zum ersten Teil nicht in die amerikanischen Lichtspielhäuser gekommen ist, konnte meine Erwartungen jedoch leider nur bedingt erfühlen.
Während mir der erste Teil noch recht atmosphärisch in Erinnerung ist, schafft es der vorliegende Teil leider zu selten eben solche aufzubauen. Schock und "erschreck" Momente sucht man als Genrefan eher vergeblich. Der Soundtrack ist etwas zu uneindringlich und der Schauplatz des leeren Leichenschauhauses ist auch nicht allzu originell.
Klischees findet man natürlich auch mal wieder an allen Enden und Ecken. So sind wiedermal alle Fluchtwege blockiert, keiner kommt auf die Idee mit dem Handy die Polizei anzurufen und so weiter...

Aber nun gut bei einem Slasher lege ich auch mal auf andere Sachen Wert und drücke vor allem bei Klischees und Logikfehlern gerne mal ein bis zwei Augen zu, wenn andere für dieses Genre wichtigere Dinge passen.

Und hier gibts diverse Dinge die passen.
Da wäre zum einen natürlich mal der Killer. Wrestling Superstar Kane verkörpert wie auch schon im Vorgänger den Mörder Jacob Goodnight gekonnt. 
Durch seine große, raue und bestialische Präsenz verleiht er seiner Rolle genug Glaubwürdigkeit und es macht wirklich Spaß ihm dabei zuzuschauen wie er Türen und andere Gegenstände zerdeppert als wären sie aus Papier oder wenn er Leute durch die Gegend pfeffert als wären sie Puppen. Aber auch in den dramatischen Sequenzen, welche aus Rückblenden an seine Mutter auftreten, weiß er zu überzeugen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind natürlich die Kills. 
Diese werden auf verschiedene Art und Weise präsentiert und sind mal mehr, mal weniger blutig ausgefallen. Während einige nur im Off stattfinden darf man bei anderen Szenen sehen wie Jacob zur Machete, zum Fleischerhaken oder zu Ketten greift, wenn er nicht einfach nur seine Prankenhaften Hände benutzt. Der Gewaltgrad ist hier deutlich niedriger als im Vorgänger was aber teilweise durch stylische Inszenierung wett gemacht wird.
Wie z.B. beim Showdown zu sehen ist.

Beim Cast fallen neben dem bereits angesprochenen Kane, natürlich die beiden Namen Danielle Harris und Katherine Isabelle ins Auge. Während Harris die sich ja mittlierweile schon durch zig Slasher gekämpft hat, eine  durchweg solide Leistung abliefert, dürfte die Figur von Isabelle dem einen gefallen und anderen eher weniger. 
Die von ihr verkörperte Tussi-Figur ist nähmlich so überzeichnet, das Sie das ein oder andere mal Haarscharf am Overacting vorbeischrammt. Ich zumindest habe ihre Rolle aber sehr gemocht.

Fazit:
"See no Evil 2" bietet zwar weniger Spannung und Härte als Teil eins und schafft es eher selten Atmosphäre aufzubauen, kann aber durch einen guten Bösewicht, solide  Darsteller und stylisch inszenierte Kills glänzen. Slasherfans und Fans des Wrestlers Kane dürfen aber ruhig einen Blick riskieren.
6 Punkte

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