Ja? Nein? Jein!
6 Jahre nach dem Original und schon ordentlich in den 90ern angekommen hat auch "Witchboard" sein Sequel bekommen, wo das dämonische Hexenholzbrett zurück ist und eine attraktive Loftbesitzerin und ihre Clique in Los Angeles terrorisiert...
Ein bisschen "Phantasm"-Vibes
Qualitativ gar nicht so weit von Teil 1 entfernt, inhaltlich nahezu komplett eigenständig, verkackt "Witchboard 2" es in seinen ersten zwei Dritteln. Die sind arg öde. Unfassbar, wie das durchgewunken werden konnte. Kaum Kills, kaum Kreativität, kaum Karacho, nur die leicht anzusehende Ami Dolenz hilft über diese heftigen Längen. Im Finnish wird's dann wilder und besser, auch mit schönem 90s-Horrormatsch. Insgesamt kann man das gerade noch so gucken, das Konzept funktioniert immer noch - trotzdem ist das auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Ich ziehe das Original mit seiner 80s-Soap-Attitüde definitiv vor. Auch wenn das letzte Drittel in "Witchboard 2" einen doch versöhnlich bis gar freudig entlässt... Videothekenverramschung. Jede Folge "Buffy" hat mehr Zug. Den dritten Teil gebe ich mir so schnell nicht. Und wenn dann nur aus Chronisten- und Komplettistenpflicht.
Fazit: Viel zu spät aufdrehende und wahrscheinlich auch entstandene Fortsetzung, die lange lahmt und dann mitsamt Holzbein aufhört zu laufen, wenn's gerade erst flutscht. Ziemliche Pacingprobleme. Ziemliche Zeitverschwendung. Wenn auch nie grottig. Das Maintheme rockt!