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Ein einfältiger Thriller, der sich in jedem Drittel seiner Laufzeit in einem anderen Subgenre befindet. Das ist Massenware, die den Medienhype um Serienmörder gar nicht eklären kann oder will, geschweige denn das Phänomen, dass sich Frauen tatsächlich in solche Subjekte verlieben und deren Taten trotz einer eindeutigen Beweislage ignorieren. Der bübchenhafte Schurke wirkt kaum bedrohlich, nicht einmal im Stalk'n'Slash-Finale, wobei das höchstens anfangs so gewollt gewesen sein mag. Das Machwerk erlangt überhaupt erst ein bisschen Bedeutung dadurch, dass diverse Nebenrollen mit aus Horrorkultfilmen bekannten Darstellern besetzt wurden. Während Ken Foree als Knast-Brutalo durchaus glänzen kann, wurde Lar Park Lincoln (FREITAG DER 13. TEIL 7) als hohle Tussi glatt vergeudet. Dass Regisseur Fritz Kiersch sich hinter dem Distanzierungs-Pseudonym Alan Smithee verbergen wollte, spricht Bände.