Review

Horror und nackte Tatsachen sind für einige Regisseure nahezu unzertrennbar miteinander verbunden, - man denke da nur an Leute wie Jess Franco oder Joe D'Amato.
Ein gewisser Jack Redd wollte in den Neunzigern offenbar auf deren Spuren wandeln und drehte mit wenig Equipment seinen ersten Kurzfilm, bei dem es bis heute glücklicherweise blieb.

Ein namenloser Typ arbeitet als Sicherheitswachmann auf einer Horror Convention, als er auf seinem Überwachungsmonitor drei namhafte Scream-Queens entdeckt. Die drei verfolgen ihn bis in seine Träume...

Da dürfte ein Hobbyfilmer seine eigenen feuchten Träume visualisiert haben, denn anders lässt sich das katastrophale Ergebnis nicht erklären. Der Cast setzt sich aus Pornodarstellerinnen zusammen, welche in den Neunzigern offenbar recht populär waren, was auch den hohen Anteil an nackten Tatsachen erklärt, während der Horrorbereich nur vage mit rot leuchtenden Klüsen bei Pumpkinhead im Museum abgedeckt wird.

Man darf sich das so vorstellen: Wachmann pennt ein, Frau erscheint und entkleidet sich, während sie dabei lasziv in die Kamera schaut, da Pornodarstellerinnen meistens auch keine andere Mimik beherrschen. Der Strip zieht sich minutenlang hin und zu allem Überfluss dudeln im Hintergrund nur zwei verschiedene Themen, nämliche eine einfältige Instrumentalnummer in Richtung Rock und minimales Synthiegeblubber.

Von Spannung kann ergo keine Rede sein, denn wenn ein mit einer Latexmaske ausgestatteter Typ teilnahmslos dreimal einer Ausziehnummer beiwohnt, stellt sich da rein gar nichts ein.
Auch kein erotisches Kribbeln, denn obgleich die Bild - und Tonverhältnisse für eine Independentproduktion der Neunziger passabel sind, arbeitet die Kamera zwar ruhig, jedoch weitestgehend konzeptlos, während der Schnitt zuweilen etwas ruppig gesetzt wird.

Also müsste Mann schon ein spezielles Faible für eine der Damen wie Jasmin St. Claire oder Stacey Warfel mitbringen, was wohl einer sexuellen Nostalgie gleichkäme.
Der Inhalt macht seinem Titel also in jeder Hinsicht alle Ehre und freilich enden die knapp 42 Minuten ohne Pointe, außer ein Abschiedsgruß wie "Sweet Dreams" wird als irgendwie witzig empfunden.
2 von 10

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