Mel Gibson ist ein großer Actionstar in krassen Filmen, aber er macht halt auch in diesen anderen langsamen, kitschigen Schmalzstreifen mit. Als Two-Face-Verschnitt (es wird sogar einmal ein Batman-Comic mit eben diesem Schurken in die Kamera gehalten) überzeugt er mich wenig, denn dazu ist die Äußerlich-enstellter-und-abstoßender-Kerl-hat-wunderbare-Seele-Nummer einfach schon zu oft in Hollywood runtergerattert worden und DER MANN OHNE GESICHT kann nicht mehr da punkten, wo vorab schon andere Werke wie DER ELEFANTEMENSCH mit John Hurt oder DIE MASKE mit Eric Stoltz geglänzt haben. Die geballte Feindseligkeit, die dem wie einen Eremiten lebenden Lehrer entgegenschlägt, macht den Aufruf zu mehr Toleranz für das Andersartige auch nicht eindringlicher. Neu sind höchstens die Vorwürfe des Missbrauchs gegen "das Monster".