Review

Den Slasher im verlassenen Freizeitpark gab es bereits in den Achtzigern einige Male, was Autor und Regieneuling Cary Hill als Grundlage für seinen nostalgischen Trip nahm.
Dumm nur, dass er lediglich altbekannte Verlaufsmuster durch den Fleischwolf dreht, ohne dem Ganzen auch nur einen Hauch von Ironie mitzugeben.

Der Freizeitpark "Fright Land" steht kurz vor der Schließung, so treffen sich die Angestellten um Jennifer nach ihrer Schicht auf einen letzten Umtrunk. Allerdings rechnet die Crew nicht mit zwei maskierten Killern, die das Gelände bereits sondiert haben...

Phasenweise hat Hill den Zeitgeist der Achtziger recht treffend eingefangen, da ein Großteil der Kleidung und Frisuren authentisch rüberkommt und auch die Verwendung einer Musikkassette passt durchaus in die Ära. Auf Handys hätte er allerdings verzichten sollen, denn das wirkt einfach nur inkonsequent, wenn denn schon alles auf Retro getrimmt sein soll.

Passend hierzu gibt es austauschbare Figuren, ganz grottige Mimen und überaus flache Dialoge, was die üble Synchro noch weiter abwertet. Jennifer ist als Final Girl sogleich etabliert, da sie den letzten Besuchern noch ein Präsent mitgibt, während die übrigen Mitarbeiter unmotiviert ihren Tätigkeiten nachgehen. So dauert es eine ganze Weile bis zum ersten Mord, - auf den Weg dorthin gibt es einmal entblößte Oberweite, Saufen aus der Flasche und einen dauerhaft nervösen Manager.

Leider wirkt das Gelände des Freizeitparks recht übersichtlich, da stimmungsvolle Kulissen wie Geisterbahn, Spiegelkabinett oder Riesenrad völlig außen vor bleiben. Stattdessen muss man mit schlichten Lagerräumen oder der Überwachungszentrale vorlieb nehmen, während einer der beiden Killer zumindest durch die kräftige Statur etwas hermacht.

Die Ableben und sonstigen Gewalteinlagen sind handgemacht, obgleich die Formen des Dahinsiechens zwischen Gesicht in der Friteuse und Strangulation nicht sonderlich einfallsreich daherkommen. Ferner gibt es noch eine Skalpierung und einen Kehlenschnitt, eine geöffnete Bauchdecke, eine Axt im Schädel und blutige Augen, was Gorehounds zumindest ansatzweise bei Laune halten könnte.

Ansonsten bringen die Beweggründe der Killer keine sonderliche Wendung, Brad Dourif kann mit seinem Cameo auch nichts mehr aufwerten, allerdings vermag der Showdown mit einer deutlichen Temposteigerung und minimalen Spannungsmomenten einigermaßen zu unterhalten.
Das Gesamtbild bleibt jedoch mau, da der Stoff im Grunde nur das wiederkäut, was viele Genrevertreter in den Achtzigern auch nicht besser hinbekommen haben.
4 von 10

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