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Nach einem Zombieschocker auf einer abgelegenen Insel („Woodoo“) inszenierte er diesen seltsamen Hybrid aus Giallo und Untoten-Spuk – Regisseur Lucio Fulci polarisiert die Fangemeinden selbiger Genres wie kein anderer. Dabei kann „Das Haus an der Friedhofsmauer“ mit ein paar netten Gore-Einlagen und einigen suggestiven Spannungselementen überzeugen, wenn auch – wie in diesen Genres leider sehr oft – scheinbar wieder einmal am Drehbuch gespart wurde.

Die Story: Familienvater und Historiker Norman zieht mit seiner Familie zwecks der Untersuchung des rätselhaften Todes seines Vorgängers Peterson in ein abgelegenes Haus in Neu-England. Alsbald beginnt sein Sohn ein scheinbar imaginäres Mädchen, welches ihm vor dem Haus warnt, zu sehen und im Haus häufen sich seltsame Vorkommnisse. Das Haus selbst und der Keller des Hauses bergen ein schreckliches Geheimnis…

Soweit, so gut. Die erste Hälfte des Films schleppt sich – bis auf ein paar seltene aber gelungene Gore-Einlagen – so dahin und vermag nur selten zu fesseln. Im zweiten Teil wird die Spannungsschraube aber ordentlich angezogen und der Blutgehalt erhöht sich. Auch wird der Zuschauer besonders gegen Ende mit einer suggestiven Spannung entschädigt, die zu fesseln vermag. Die Auflösung mit dem „Monster“ im Keller wirkt aber aus heutiger Sicht allzu lächerlich und das hinten an gestellte Zitat von Henry James verwundert angesichts selbigen Finales. Es bleiben also viele Fragen offen – auch was der ganze Quark letztendlich soll.

Fazit: Durchschnittlicher, nicht übermäßig blutiger Giallo mit schwachem Drehbuch und einigen Längen. Gore-Einlagen sind leider selten und spannende Passagen sind auch eher rar. Dennoch für Genre-Fans durchaus akzeptable Unterhaltung.

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