Ein Schriftsteller zieht samt Family von der Großstadt in ein abgelegenes, beschauliches Landhaus mit düsterer Vergangenheit. Bereits kurz nach ihrem Einzug rumpelt und pumpert es hinter der verschlossenen Kellertür. Hat der Spuk etwa etwas mit dem Vormieter Dr. Freudstein zu tun, welcher in jenem Haus abartige Experimente vollzogen hat?
Lucio Fulci – der Mann der Kontroverse. In seinem HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER geben sich schön altmodisches Grusel-Feeling und alberne, übelst trashige Plastikfledermäuse die Klinke in die Hand. Die Story wird ganz Fulci-gemäß reichlich schludrig, wenn auch hier relativ verständlich erzählt und die Gore-Szenen können selbst heute noch gut mithalten, aber damit erzähl’ ich euch gewiss nix neues…
Trotzdem weiß man hier nie genau, woran man ist: einerseits top Grusel-Atmosphäre (was heißt gut düster, kreischende Weiber und absolut NICHT ernsthaft gruselig…), andererseits so trashig und doof, dass sich die Balken biegen. Von dem Showdown, der das Rätsel der Kellertür lüftet, und der mit eben dieser Auflösung wegen seiner zum Himmel schreienden Hirnrissigkeit und übermäßigem cineastischem Unvermögen gute Karten hätte, bei „Upps! – Die Pannen-Show“ als das Video des Monats durchzugehen, mal ganz zu schweigen…
Aber Schwamm drüber!
Altmodischer Italo-Grusel + Gummifledermaus-Trash ergibt unterm Strich einfach einen netten, verstaubten, gut bei Laune haltenden Horror-Schinken, über den man sich am besten nicht allzu sehr das hübsche Köpfchen zerbrechen sollte.
Fazit daher:
Nicht Fulcis bester, aber allemal sehenswert!