Rambo kehrt aus Palermo, in seine Heimatstadt Mailand zurück. Durch seinen Bruder erhält er die Möglichkeit für eine Security-Firma zu arbeiten, was Rambo allerdings ablehnt. Kurze Zeit später wird sein Bruder ermordet. Es beginnt ein Ein-Mann-Rachefeldzug gegen die Mailänder Unterwelt.
Man höre und staune, 1975, lang vor Kotcheffs Klassiker First Blood, wurde der Name Rambo schon von den Italienern verwendet. Ein Schelm ,der jetzt ein Abkupfern, der Amerikaner vermutet. Dieses kann ja auch reiner Zufall sein. Was kein Zufall ist, ist das Outfit von Lenzis Held, Tomas Milian. Dieses ist nämlich sehr stark, an das von Al Pacino in Serpico angelegt und Lumets Film stammt aus dem Jahre 1973. Dieses sei nur nebenbei erwähnt, da dem Eingeweihten Poliziesco-Fan eh bekannt sein sollte, dass Frank Serpico und Harry Callahan gern als Orientierungspersonen verwendet wurden.
Der Vernichter zeigt Tomas Milan, im Gegensatz zu den anderen beiden Lenzi Poliziescos Die Viper und Der Berserker, in einer etwas anderen Rolle. Kennt man Milian als Ganoven und Psychopathen, so zeigt er sich in Der Vernichter, als ein Racheengel ohne Skrupel, der den Kampf gegen die Mailänder Unterwelt nicht scheut. Auch in dieser Rolle muss man dem italienischen Ausnahmeschauspieler eine exzellente Note geben. Milian fackelt zwar auf der einen Seite nicht lang, dennoch hat er Sinn für Gerechtigkeit, auch wenn er damit seine Methoden nicht rechtfertigen kann.
Der Vernichter zeigt einige bekannte Gesichter, wie Luciano Catenacci (Die Kröte, Die Viper, Der Mann aus Marseille) oder auch Joseph Cotten, allerdings ist Milian in seiner Rolle in keiner Weise zu toppen.
Fazit: Sehr guter Poliziesco, der mit einigen Brutalitäten, Spannung und guten Darstellern zu gefallen weiß.
8/10