Ein wirklich herrlicher Polizei-/Gangsterfilm von Umberto Lenzi. Was hat dieser Mann uns nicht schon für herrliche Filme aus diesem Genre präsentiert. Man denke nur "Der Berserker" (Milano odia: la polizia non può sparare, 1974), Camorra - Ein Bulle räumt auf (Napoli Violenta, 1976) oder "Die Viper" (Roma a mano armata, 1976) um nur einige zu nennen, die heute zu recht zu den Klassikern zählen. Aber auch im Genre des Giallos oder auch bei den berüchtigten Kannibalen Filmen drehte er ebenfalls Klassiker. Auch mit "Der Vernichter (Il Giustiziere sfida la città) bekommen wir wieder einen herausragenden Lenzi Streifen geboten. Wie schon in anderen Lenzi Filmen ist auch diesmal wieder Tomas Milian mit von der Partie. Allerdings nicht als durchgeknallten Gangster, sondern als Racheengel, der den Kriminellen ans Eingemachte geht und dabei immer einen lockeren Spruch parat hat.
Kurzer Storyinhalt: Rambo (Millian) verschlägt es nach Mailand, wo er seinen Bruder (Mario Piave) besucht. Der Arbeitet als Wachmann und bietet Rambo einen Job an, der aber dankend ablehnt. Als seinen Kumpel auf eigene Faust, einer Verbrecherbande auf den Schlips tritt, bringen die ihn auf brutale Weise um, indem sie ihn Erschlagen. Er hat nähmlich herausgefunden das Gangsterboss Conti (Luciano Catenacci) einen Sohn aus wohlhabenden Verhältnissen entführt hat und ein hohes Lösegekd fordert. Nun sinnt Rambo auf Rache und geht zu Contis Gegenspieler Paternò (Joseph Cotten) und bietet dennen zum Schein einen Deal an um sich Conti zu entlediegen. Als die Gangster merken das Rambo mit ihnen ein falsches Spiel spielt, tun sie sich zusammen um Rambo um die Ecke zu bringen.
Dieser Film bietet beste Italo Unterhaltung. Hier wird geballert, mit den Fäusten aufeinander eingedroschen, es gibt wilde Verfolgungsjagden und ein flotter Spruch ist auch immer mit dabei. Es macht einfach Spaß sich diesen Film reinzuziehen. Wie eigentlich immer bietet Lenzi einen unterhaltsammen Film. Natürlich gibt es auch wieder schöne Frauen zu bewundern. Hier ist es Femi Benussi (Schön, nackt und liebestoll, Mafiaboss - Sie töten wie Schakale, Die Nacht der langen Messer), die in einer kleinen Rolle ihre Reize zeigen darf und als Witwe von Rambos Bruder sehen wir Maria Fiore. Überhaupt wartet der Film mit einem erlesenen Cast auf. Neben Joseph Cotton, der mir allerdings etwas kränklich vorkam und auch nicht so überzeugend seine Rolle rüberbrachte, sehen wir noch Genregrößen wie Luciano Catenacci (Der Gorilla zahlt die Rechnung, Der Berserker, Die Kröte), Luciano Pigozzi (Baron Blood, Die Farben der Nacht) und Giuseppe Castellano (Killer sind unsere Gäste, Der Berserker). Die eigentlich nicht viel Reden müssen, weil allein ihr aussehen schon für sie spricht. Sie sind die geborenen Bösewichte. Auch der Soundtrack des Films hat mir wieder sehr gut gefallen. Für Fans des Polizei-/ und Gangsterfilms ein must have, zumal die dt.DVD von Eyecatcher ein sehr gutes Bild hat.