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Rocker Rambo (Tomas Milian) kehrt nach längerer Abwesenheit nach Mailand zurück und findet die Stadt in zerrütteten Verhältnissen vor. Verbrechen, Überfälle und Gaunereien sind an der Tagesordnung. Da Rambo aber ein gesetzestreuer Rocker ist, mischt er nicht bei den üblen Machenschaften mit, sondern hilft einer wohlhabenden Familie ihren entführten Sohnemann wieder zu bekommen. Dabei gerät er ins Visier gleich zweier Gangsterbanden...

Umberto Lenzi - neben seinen Kannibalenfilmen machte der Italiener Mitte der 70er auch mit einigen prolligen Polizeifilmen von sich reden - hier mit FLASH SOLO, einem coolen Actionkrimi mit flapsigen Sprüchen und einer lässigen One-Man-Show. Im Zentrum des Geschehens steht Rocker Rambo, gespielt von Tomas Milian (DER BERSERKER, DIE VIPER) - ein obercooler Typ mit Lederjacke, Pornobrille, Strubbel-Frise und Gigolo-Vollbart. Rambo kann Karate, ist ein 1a-Schütze und lässt bei jeder Gelegenheit einen saloppen Spruch vom Stapel, wie z.B.: „Ich spuck dir gleich auf die Nase!“ oder „Du solltest die Marmeladensorte wechseln, Jungchen!“.
Sein Kumpel ist ein Cop. Mit der Polente will Rambo aber nichts zu tun haben. Die ist ihm zu spießig. Ferner ist er ihnen ohnehin mit seiner Wumme mit den Explosivgeschosse eine Nasenlänge voraus.
Die Rolle des Rambo trägt den ganzen Film. Die Story ist so lala, manchmal ein bisschen unsinnig. Rambo in Action zu sehen macht aber einfach einen Haidenspaß. Besonders sein loses Mundwerk, dem in der deutschen Fassung der gleiche Synchronsprecher die Stimme verlie wie auch Terence Hill, sorgt regelmäßig für Lacher.

„Wenn du ein Eisen bei dir hast, ist es besser, du lässt es hier!“
– „Auch mein Waffeleisen?“

Geboten werden des Weiteren viele fiese Schnauzer, Jeansjacken, Fokuhilas, hitzige Motorradrennen und explodierende Karren. Es werden Frauen gezüchtigt und Gangopfer mit Drogenpaketen gefüttert. Die ganze Palette an 70er-Jahre-Polizei-Sleaze eben.
Im Vergleich zu Lenzis DER BERSERKER und DIE GEWALT BIN ICH fällt FLASH SOLO um einiges spaßiger und unernster aus. Wegen den flappsigen Prügelsprüchen und den vielen Keilereien kommt auch dieses gewiss Bud-Spencer-&-Terence-Hill-Feeling auf.

„Ich will dir was sagen: Alles im Leben ist ein Loch. Man wird in einem Loch geboren, man isst durch ein Loch, man scheißt durch ein Loch und man endet in einem Loch. Ich hoffe du hast mich verstanden!“

Fazit:
Spaßiger One-Man-Actionkrimi von Lenzi mit ordentlich Coolness und "Auf die Omme".

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