Schuldramen gibt es ja wie Sand am Meer,aber die meisten von ihnen scheitern an zu vielen Klischees oder dem überdeutlich erhobenen Zeigefinger.
„187“hebt sich in dieser Hinsicht positiv von seinen Genrevertretern ab und schildert die rauen Sitten an amerikanischen Schulen aus der Sicht eines Lehrers.
Dieser wird von Samuel L.Jackson verkörpert,der seine Rolle absolut überragend meistert.Seinem intensiven Spiel verdankt dieses Drama schon den halben Erfolg.
Dabei ist seine Figur nie ein moralisierender Part,sondern nur einer,der nie etwas anderes als ein guter Lehrer sein wollte und es jetzt mit teilweise kriminellen Gangmitgliedern zu tun hat.
Die sich daraus ergebende Gegenwehr ist für den Zuschauer nur zu vermuten,als einzelne Gangmitglieder das Zeitliche segnen.Den Vorwurf der Selbstjustiz muß sich der Film also nicht gefallen lassen.
Vielmehr erweckt er Mitgefühl und Respekt gegenüber dem Job des Pädagogen,der es heutzutage ja nun mal selten leicht hat.
Da gestaltet sich das ultraspannende Finale letztlich doch als Pyrossieg(Ein teuer erkaufter Sieg mit hohen Verlusten).
Aber nicht nur die Darsteller glänzen in diesem Drama,sondern auch der angenehme Score(unter anderem „Massive Attack“)und die gelungene Optik,die an den richtigen Stellen mit entsprechenden Farbfiltern subtil in Szene gesetzt wird und zwischen der leicht erdrückenden Stimmung etwas Erholung verschafft.
Ein gelungener Streifen,bei dem weder Schüler noch Lehrer Helden sind,aber es ist wert,sich mal in beide Seiten hineinzudenken.
8 von 10 Punkten