Review

Im Gegensatz zu anderen Meinungen ( zum Beispiel von Fernsehzeitschriften) hat mich dieser Film sehr beeindruckt. Das ist das beste Schuldrama, das mir bisher unter die Augen gekommen ist.

Zur Story: Der Lehrer Trevor Garfield hat eigentlich Spaß an seinem Beruf. Das einzige was er möchte ist, interessanten Stoff zu vermitteln. Doch in der Realität von amerikanischen Schulen angekommen, stößt er nur auf Schüler, die überhaupt kein Interesse an der Schule zeigen. Ein Schüler ist besonders sauer auf den Lehrer, denn dieser hat ihn durchfallen lassen. Das hätte Garfield beinahe mit dem Leben bezahlt, als der besagte Schüler versucht, ihn mit zahlreichen Stichen zu ermorden.
15 Monate nach diesem Trauma will Trevor Garfield nun einen Neuanfang starten. Doch schnell muss er einsehen, dass sich an den Schulen nichts geändert hat ...

Ein wirklich geniales Schuldrama mit Samuel L. Jackson in Bestform. Dieser bringt die Gefühle des Lehrers perfekt zum Ausdruck. Der Zuschauer ist in seinen Bann gezogen und fühlt mit ihm mit. Er fühlt den Schmerz und die Zweifel, die Trevor hat. Die Enttäuschung im Beruf, welcher anstatt eines Traumberufes eher einem Horrorjob gleicht. Ohne Samuel L. Jackson wäre der Film sicher nur halb so gut.
Die Story lässt Fragen bewusst offen, ob Garfield denn nun wirklich einen Mord auf dem Gewissen hat oder nicht. Es deutet alles darauf hin, aber genau geklärt wird es. Und Kritik in Punkto Selbstjustiz kann man daher eigentlich nicht üben. Auch aus dem Grund, dass der Lehrer einfach ausrastet und nicht den bewussten Rächer spielt.
Einen kleinen Fehler der Story hab ich allerdings bemerkt: Bennys Leichnam hat im Prinzip keine Ähnlichkeit mit dem Foto, dass seine Mutter kurz zuvor noch der Lehrerkollegin von Trevor gezeigt hat. Als würde auf dem Leichentisch jemand ganz anderes liegen. Das hat mich etwas verwundert.
Der Höhepunkt des Films ist das Ende. Dies ist mal was anders, als wir es von Hollywood gewöhnt sind. Nicht das typische und klischeehafte "Happy End", sondern ein sehr tragischer Schluss. Bei der Rede der Schülerin bekommt der Zuschauer, mit Hilfe der musikalischen Unterstützung, feuchte Augen.

Alles in allem ist "187" ein sehr spannendes Drama, bei dem der Zuschauer mitfühlen wird. Der Film zeigt amerikanische Schulen in einer extremen Weise, was durchaus realistisch ist, denn das Buch wurde von einem Lehrer geschrieben. Diese Extreme trifft sicherlich nicht für alle Schulen zu ( natürlich kann ich nicht hundert prozentig sagen, wie die Verhältnisse in der Realität sind).

"187" sollte jeder gesehen haben. Sehr beeindruckend!

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