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187.In den USA ist dies der Polizeicode für einen Mord. In Kevin Reynolds Schuldrama, der zu einem Insidertip des Videosommers 1998 wurde, spielt Samuel L. Jackson einen Lehrer der von einem Schüler aus Rache niedergestochen wurde. Mehr von diesem brillanten Film zu verraten wäre eine Schandtat. Selten oder besser gesagt gar nicht hat man einen Lehrer in einem Film so engagiert an seine Sache herangehen sehen,wie Jackson in eben diesem. Er verkörpert den gedemütigten, meistens auf Ablehnung stoßenden Pauker mit einer derart beklemmenden Intensität, das man in einigen Szenen meint, man stehe direkt neben ihm und würde seine ganze Wut, seinen ganzen Schmerz und sein ganzes Leid mit ertragen. Besonders deutlich wird dies in einigen Einstellungen, wenn Jackson z.B. für ein Vergehen den Namen des betreffenden Schülers haben will oder er über den Schulhof geht und von einem Pulk aus kiffenden Schülern Informationen herauszuholen versucht. Er kommt mit ihrer ganzen Art einfach nicht klar, schon allein oder gerade wegen seiner überaus religiösen Überzeugung. In beeindruckenden Bildern bekommen wir weiterhin eine Geschichte geschildert wie sie geradliniger für dieses Genre Film nicht erzählt werden könnte.
Auch Kelly Rowan macht ihre Sache sehr gut, spielt sie doch eine ebenfalls von Schülern bedrohte Lehrerin. Als diese sucht sie Schutz um aus ihrer inneren und äußeren Einsamkeit zu fliehen. Sie findet diesen Schutz bei Jackson. Begleitet wird der ganze Film von einer sehr passenden Musik die niemals zu aufdringlich wirkt.
Fazit. Eigentlich DER Schulfilm schlechthin, besser als ein Dangerous Minds oder ein Prinzipal jemals sein werden. Hervorragend.10/10 Punkten

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