Joe Spinell ist ein Unikum! Was dieser dicke, schwitzende, einfach nur unangenehm wirkende Mann an Show liefert, ist schon erstaunlich. Der ansonsten nicht gerade spektakuläre "Love To Kill" lebt eindeutig in erster Linie von Spinells Erscheinung. Obgleich er hier nicht gerade einen zu seiner Rolle in "Maniac" konträren Charakter darstellt, erfreut sich der sleazeerprobte Zuschauer an jedem Moment seiner Leinwandpräsenz. Schade, dass es Spinell nicht vergönnt war, noch mehr Filme zu machen - er befindet sich ja leider schon in den ewigen Horrorjagdgründen.
Der Film macht recht viel Spaß beim Zusehen, obgleich er eigentlich nicht sehr viel Originelles zu bieten hat. Lediglich eine ziehmlich harte Ausweidungsszene in der Mitte des Films ist erstaunlich, abgesehen davon hält sich der Splatter in Grenzen, die hier natürlich nicht ganz unten gesetzt sind. Bemerkenswert sind sicherlich noch die vielen Außenaufnahmen vom Filmfestival in Cannes, die bestimmt nicht mit Einverständnis der Festivalveranstalter in diesen Film gelangt sind.
Wer Filme auf einem niedrigen Intelligenzniveau aber mit urigen Typen und kurzweiliger Story liebt, der ist hier ganz gut beraten zuzugreifen, zumal das typische Horrorfeeling der Endsiebziger- und Anfangachtzigerjahre in diesem Film lebt!