Auch mit reinem Trash kann man erfolgreich sein, obgleich sich in der umfangreichen Vita von Charles Band kaum Werke befinden, die einem seriösen Publikum uneingeschränkt zu empfehlen sind. Spätestens seit „Puppet Master“ ist sein Fetisch unübersehbar geworden und auch hier mischen puppenartige Mini-Monster mit.
Im Schloss eines reichen Exzentrikers befinden sich vier menschenähnliche Mutanten, die soeben aus ihren Einmachgläsern entwischen konnten. Zur selben Zeit treffen hier sein Konkurrent nebst Anhang ein und schon bald ist kaum zwischen Jägern und Gejagten zu unterscheiden…
Hohles Geschwätz wird auch durch charismatische Schauspieler kaum aufgewertet, - hier sind allerdings weitgehend austauschbare Mimen am Werk, von denen nur zwei interessante Figuren verkörpern: Eine Bilderbuchblondine, die für einige Situationskomik zuständig ist und eine halbnackte Assistentin, deren Oberweite ganz knapp von einer Weste verhüllt wird. Es sei denn, sie vollzieht einen Überfall. Dann trägt sie oben herum nichts außer einer Affenmaske.
Von den Mutanten ist hingegen in den ersten zwanzig Minuten rein gar nichts zu sehen und auch deren Erwachen ist recht sparsam inszeniert. Die melonengroßen Geschöpfe bewegen nur einige Körperpartien wie Augen oder Schnute, sie sind allerdings in der Lage, eine Handfeuerwaffe zu betätigen, Handzettel zu verfassen und eine Machete zu halten. Doch auch diese Attribute kommen kaum zur Geltung, da sie entweder viel zu nah abgelichtet werden oder im Verborgenen agieren.
Entsprechend taktieren die sechs Leute in den nicht allzu interessanten Innenräumen des Schlosses, während sich die beiden Sammler regelmäßig an den Kragen gehen. Nach und nach wird die ohnehin überschaubare Gruppe ein wenig dezimiert, was auffallend unblutig und unspektakulär vonstatten geht.
Wie fast immer bei Produktionen von Charles Band unterhalten die Parts mit den Puppen oder Mutanten ganz ordentlich, doch das Drumherum offenbart sich als einziger Laufzeitstrecker, dem es an erwähnenswerten Höhepunkten mangelt. Folglich schleichen sich selbst innerhalb einer kurzen Laufzeit von 82 Minuten kleine Längen ein und mit Abwechslung oder gar spannenden Momenten ist es nicht weit her. Dabei ist es fast schon erschreckend, dass der Film von 1997 latent so aussieht, als wäre er von 1987.
4,5 von 10