Review

So, kommen wir nun zur Rezension von "Onkel Vanja"... Ach, Quatsch, so was Hochgestochenes muss ich mir am späten Abend nicht mehr antun. Statt dessen gibt es auf die Schnelle noch ein Review zu "Scum of the Earth", wohl einem der schlechtesten Filme von Splatter-Urgestein Herschell Gordon Lewis. Dieser hat hier leider seine gewohnten Pfade verlassen, denn statt einem ägyptischen Bankett müssen nun arme Mädels um ihren guten Ruf fürchten.

Früher, da waren die Männer noch bescheiden und hängten sich die Bilder von leichtbekleideten Damen in den Spint. Die so genannten PinUps waren äußerst beliebt. Demzufolge hatte sich Regisseur H.G. Lewis in die Fotographenszene begeben und präsentiert ein Drama voller Intrigen, Erpressung und Mord. Ein armes Mädel wird ahnungslos über den Tisch gezogen und dabei zum Zielobjekt der Machenschaften eines schmierigen Agenten. So hätte es Lewis wohl gerne gehabt...

Leider ist aus dem Drama eine fade Seifenoper geworden, denn "Scum of the Earth" ist nichts weiter als ein langweiliges, dialoglastiges Filmchen. Die Einblicke in die PinUp-Szene ist eher oberflächlich und auch als Roughie (die damalige Bezeichnung für einen Sexkrimi) funktioniert der Streifen kaum. Waren andere H.G. Lewis-Werke geprägt von ihren grotesken Einfällen, so sind dieses Mal einpaar Mädels in Dessous das höchste der Gefühle. Ansonsten ist der Film fast schon sträflich ereignislos, eine echte Schlaftablette also.

Fazit: Zu Recht kaum beachtetes wie fast vergessenes Werk eines Kultregisseurs. Nur für Komplettisten. 3 von 10 Punkten.

Ach ja, immer hin weiß ich jetzt, woher der letzte Satz aus den Teasern des Labels Something Weird stammt - vom schmierigen Agenten in diesem Films: "Down inside you´re dirty! Do you hear me?? Dirty!!!" Sehr Bäh!

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