Bekanntermaßen kann heutzutage jeder seinen filmischen Dreck drehen und es ist dann eine Frage des Vertriebs. Hierzulande hat sich innerhalb von fünf Jahren zumindest niemand gefunden, der den Sondermüll eines gewissen Bill Zebub (seine Freundin heißt bestimmt Lou Cifer) vermarkten wollte und das völlig zu Recht.
Eine Junge Frau trampt und wird von einem Psychopathen mitgenommen, der sie im Keller seines abgelegenen Hauses gefügig machen will...
Mehr geschieht nicht, mehr muss inhaltlich auch nicht gesagt werden, doch wer in dieser Hinsicht Terror und Folter in Richtung "Guinea Pig" und Konsorten erwartet, dürfte bitter enttäuscht werden.
Zunächst fallen jegliche Hintergründe weg, es gibt keine Figurenzeichnungen, nur die zumeist halbnackte Frau in allen erdenklichen befohlenen Körperhaltungen in der Nähe einer Holzvorrichtung ähnlich eines Kreuzes, natürlich nichts Explizites. Dazu der Durchschnittstyp, der sich zwar zuweilen vulgär ausdrückt, jedoch nie wirklich planmäßig vorgeht, was den späteren Verlauf komplett unglaubwürdig aussehen lässt.
Angedeutet werden Nadelstiche an der Fußsohle und eine ausgedrückte Zigarette an selber Stelle, doch die Penetration per Bierflasche wird komplett (auch keine Geräusche) der Phantasie des Betrachters überlassen, während Gewalt in weiterer Form komplett ausgeklammert wird: Kein Blutvergießen, keine Foltereinlagen, nur die Tatsache, dass das namenlose Opfer für einige Zeit per Brille blind gestellt wird, was im Falle eines Blowjobs wahrscheinlich sogar von Vorteil ist.
So kommt auf Dauer natürlich keine Spannung auf, denn irgendwann ist alles gesagt und getan und wer sich nicht traut, auch nur einen Effekt einzubinden, sollte derartige Projekte lieber gleich bleiben lassen. Einer gewissen Jackie Stevens gebührt zwar ein wenig Respekt für die vielen Nacktszenen, doch darstellerisch ist das Ganze am Rande des Erträglichen, was im Übrigen auch für die schräge bis disharmonische Musikuntermalung gilt.
Die Ausstattung tendiert derweil gegen Null, da nur eine beliebige Wohnung mit austauschbarem Keller benötigt wurde, die wenigen Naturaufnahmen unterstreichen den Amateurlook und auch wenn gegen Ende versucht wird, so etwas wie eine Wendung einzubinden, versagt diese in Sachen Glaubwürdigkeit vollends.
Erniedrigungen sind durchaus wahrzunehmen, doch körperliche Schmach oder auch nur der Hauch von Folter sind bei alledem nicht vorzufinden. Das bleibt bis zuletzt unpointiert, substanzlos und quälend langweilig, denn so einen Amateurschund brauchen selbst eingefleischte Freunde von Exploitation wahrlich nicht.
1,5 von 10