Review

(Review könnte Spoiler enthalten)


Übergroße äußerliche weibliche Geschlechtsmerkmale, deren Besitzerinnen auf das Wesentliche ihrer Existenz reduziert werden, billige und meist schlecht sitzende Effekte, Darstelleraushilfen und viele unsinnige Dialoge, dass muss ein Film aus der Werkstatt der Charles Band – Gang sein. Die erzählte Geschichte beginnt eigentlich sehr viel versprechend, so man sich von einer Full Moon – Produktion denn etwas verspricht.
Es geht um Lance, der ein Restaurant besitzt und dummerweise mit einem Schutzgelderpresser einen Deal eingeht. Das dies nicht lange gut gehen kann, liegt auf der Hand. Denn Lance ist nicht gerade der schlauste Kopf auf Erden. So versucht Lance also seinen Erpresser wieder los zu werden und gerät dabei an eine völlig abgedrehte Variante der Adams – Familie, die Stackpools. Die Freaks in jenem Clan sind alle mit großartigen körperlichen Fähigkeiten ausgestattet, wie eben übergroßen äußerlichen weiblichen Geschlechtsmerkmalen. Der Kopf der Familie ist eine Figur, welche wirklich nur aus einem großen Kopf besteht. In jenem wohnt natürlich ein geniales Hirn, welches nur darauf eingestellt ist, den zugehörigen Schädel beim Anblick der übergroßen äußeren weiblichen Geschlechtsmerkmale, sabbern zu lassen. Weiterhin foltert jene Familie in ihrem Keller auch ständig Frauen mit übergroßen äußeren weiblichen Geschlechtsmerkmalen. Lance betätigt sich gemeinsam mit der Freundin des Schutzgelderpressers in der Erforschung seines Körpers und der Schutzgelderpresser selber versucht währenddessen an das Vermögen der Stackpools heranzukommen.
Was für ein Quark. „Head of the Family“ gehört mit zu den blödesten Machwerken der Band – Schmiede. Hier stimmt einfach (fast) nichts. Das Budget ist niedrig, die Darsteller ausgesucht mies, die Dialoge sind völlig bescheuert und filmisch ist dieser Film alles andere als nur annährend gut umgesetzt. Nein, der Film erreicht gerade mal so das filmische Niveau einer Wochenendproduktion von Dietrich und Ernst, die sich zu Hause im Keller gemeinsam beim Playstation zocken filmen, um dies nachher bei YouTube der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Nun erwarte ich als Trashfan von einer Band – Produktion rein gar nichts. So kann ich auch nicht enttäuscht werden. Aber wenigstens besitzen einige Band – Filme ein brauchbares Potential an bekloppter Unterhaltung und unfreiwilligem Humor. Diesen Film geht das alles völlig ab. Ist die erste Hälfte des Films wenigsten einigermaßen komisch geraten, so kippt im zweiten Teil alles in unlustige Dialoge, also blödes rumgelaber um, ohne das auch nur das Geringste passieren würde. Alles was gezeigt wird, wird auf das unwesentlichste beschränkt. Frauen mit übergroßen äußeren weiblichen Geschlechtsmerkmalen suhlen sich gemeinsam mit ihren männlichen Gegenstücken in trauter Zweisamkeit vor der Kamera rum und imitieren das, was man allgemein als Sex bezeichnet. Das ist furchtbar langweilig. Regisseur Charles Band hat hier eine Menge an Potential, welches man aus der kruden Story und dem relativ guten Anfang hätte herausholen können, verschenkt. Aber was heißt eine Menge. Ich frage mich, ob er überhaupt vor Ort war und sich es hier nicht um die abgefilmten Drehpausenbeschäftigungen der Crew handelt.
„Head of the Family“ hat dem Trashfan nichts zu bieten was ihn begeistern könnte!

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