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In einer ominösen Kampfschule wird den Mitgliedern Kampfsport mittels Virtual Reality beigebracht. Als ein eingeschleuster Agent tot aufgefunden wird, der dort ermitteln sollte, müssen der kampferfahrene Agent Justin Vanier und der zuständige Kontaktmann Beweise sammeln.

Virtual Reality meets Martial Arts. Damit kann man denke ich dieses etwas seltsame Werk am besten zusammenfassen. Dummerweise wirken die oft verwendeten elektronischen Verfremdungen, die die Cyber Welt repräsentieren wollen, eher von 1985 statt aus 1995. Wirklichen Sinn für die Handlung ergibt sich da auch nicht, von mir aus hätte man dieses Feature auch ersatzlos streichen können.
Als reiner Kampffilm funktioniert Expect no mercy da besser, denn er ist erfreulich bodenständig. Die Hauptfiguren besitzen zudem auch gute Kampffähigkeiten, da paßßt alles soweit. Allerdingskann man das von den Nebenfiguren nicht immer behaupten, manche der Prügelknaben wirken da doch recht unbeholfen. Das Gros der Kämpfe ist soweit ok, nett auch mal Billy Blanks im taffen Duell mit seinem real life Bruder zu sehen. Ansonsten ist der Film aber nicht sonderlich hart, die Fights zumeist unblutig und bis auf eine Schießerei mit ein oder zwei knackigen Einschüssen, gibts kaum Grund das Ding mit FSK 18 zu versiegeln (zumindest die Großbritannien DVD).
Handlung und Schauspielkunst sind alles andere als berühmt, aber egal, solange sich die Beteiligten ordentlich auf die zwölf geben. Das trifft hier zumindest bedingt zu, auch wenn einige Dialogpassagen auch gerne mal als Spaßbremse dienen, spätstens aber im recht langen Showdown gehts wieder ordentlich zur Sache. Man hat sicher insgesamt schon bessere Klopper erlebt und auch Blanks war schonmal irgendwie dynamischer, aber als Haudraufhäppchen zwischendurch langt es noch. Hätte man doch nur den ganzen schlecht gemachten Cyberblödsinn weggelassen, wär locker noch Luft nach oben gewesen.
5/10

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