Review

Die Mischung aus Drama, Komödie und SciFi und natürlich der Seventies-Style haben mich dazu verleitet, die Film zu schauen. Leider habe ich zu viel erwartet und erhofft.

Meiner Meinung nach ist der Film viel mehr Drama als alles andere. Alle Figuren sind irgendwie problembehaftet. Bei den wenigen witzigen Stellen und der Siatuationskomik bleibt einem eher das Lachen im Halse stecken. Zum Beispiel sind Kiffer-Szene doch meistens ein Anlass, um etwas spassiges zu produzieren. Selbst diese Möglichkeit wird nicht ausgenutzt.

Die schauspielerischen Leistungen sind gut, es gibt eigentlich keine herausragende Figur. Andererseits hatte ich auch Schwierigkeiten, mich mit jemanden zu identifizieren. Da jede Figur Probleme hatte, war es für mich auch schwer, irgendwie mitzuleiden. Die teils satirischen Ansätze wurden auch nicht ausgeschöpft. Die SciFi-Elemente sind völlig in den Hintergrund gedrängt worden.

Lediglich das 70er-Jahre-Setting auf der Raumstation wurde gut getroffen. Das fängt an mit der kette-rauchenden Besatzung, geht über die Kleidung bis hin zur Dekoration (Tapeten, Radio, Möbel). Das war schon toll. Aber damit allein kann man keinen Film gestalten. Wo war die Handlung? Und beim offenen Ende kann man noch nicht einmal von einem Ende sprechen. Ich hatte da eine Einblendung wie "Fortsetzung folgt" erwartet. Es handelt sich hier eher um einen Episodenfilm, der die einzelnen Lebensumstände der Besatzung beleuchtet. Probleme tauchen auf, werden aber nicht gelöst. Ich hätte den Leuten die Erlösung gewünscht, z. B. indem ein Meteor die Station zerstört, ist aber nicht passiert.

Vermutlich hat man das ganze nur deshalb in eine Raumstation verlegt, um einen Anachronismus zum 70er-Style zu erzeugen. Das war dann leider auch schon das Witzigste an dem Film. Viel verschenktes Potential.

1 Punkt für Dr. Bot
1 Punkt für die Musik
1 Punkt für die Ausstattung
1 Punkt für die Idee "Frozen Pets"
1 Punkt für das Aboretum
1 Punkt für den Anachronismus

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