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Lauf Cindy, lauf...!!!

Sexy Crawford wird in dieser Joel Silver Hochglanz-Produktion von bösen Ex-KGB's, die an klischeehaftigkeit nur schwerlich zu überbieten sein dürften, durch das vorzugsweise nächtliche Miami gehetzt. Warum? Hat irgendwas mit einem Schiff zu tun, dass in einem Fall von Anwältin Cindy eine Rolle spielt und dann noch irgendwas mit einem Unterwasserkabel mit dessen Hilfe die bösen Jungs an Bankdaten kommen können, um so mehrere Millionen Dollar zu klauen. Das Warum ist aber eigentlich nebensächlich, denn alles was zählt, ist das sie es tun und es deshalb im Minutentakt rummst und knallt, Menschen erfreulich blutig ihr Leben verlieren oder irgendwas, meist entgegen bekannter physikalischer Gesetze, stylisch in die Luft fliegt.
Damit auch die Frauen was zu schauen haben, darf der Dritte der Baldwin Brüder noch mitmischen und als Cop Max Kirkpatrick (herlich dämlicher Name) zunächst Cindy zur Hand und später auch an die Wäsche gehen.

Story und Dialoge von Fair Game sind derart dümmlich und überzogen, dass es beim zuschauen wahlweise weh tut, oder einfach nur einen Heidenspass macht, wenn das flüchtende Duo zum gefühlt fünfzigsten Mal von den technisch erstaunlich hochversierten Russen (lernt man das alles im Untergrund auf Kuba???) geortet wird, weil sie natürlich wieder mit Kreditkarte bezahlen mussten, oder wenn Cindy im Tank-Top den Computernerd nur mit Worten fast zum Orgasmus bringt und er darauf erzählt, dass er gerade mit seinem Joystick gespielt hat.

Auch über die Schauspieler braucht man nicht viele Worte verlieren. Cindy soll einfach nur gut aussehen und tut das auch. William Baldwin ist eben William Baldwin. Salma Hayek ist nur kurz zu bewundern und die bösen Russen und guten Polizisten sind allesamt platter als platt, dienen aber eh nur als Zielscheibe.

So bleibt unter dem Strich also nur die wirklich edle Optik und die krachende Action, aber das reicht dann auch vollkommen für unterhaltsame 80 Minuten. Der Rest ist Mist hoch zehn und keiner Rede wert. Für Crawford und Action Fans mehr als einen Blick wert, der Rest verschließt die Augen und wendet sich kopfschüttelnd ab. (6/10)

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