Der Vorgänger zu " 187, Dangerous Minds und Der knallharte Prinzipal ". Zwar kann er mit der Intensivität von " 187 " nicht mithalten, ist aber trotzdem für mich der beste Vertreter des Genres.
Mit Christopher Cain holte man sich den richtigen Regiesseur an Bord und Budget war auch genug vorhanden, um sich einige Prominenz einzuladen, aber man drehte auch mit Laiendarsteller und mit Schülern, die so etwas mal wirklich durchgemacht haben.
Der Erfolg konnte sich sehen lassen und nach 1987 sprießen noch mehr solche Schuldramen aus dem Boden.
Der Film selber tendiert zu friedlichen Konfliktlösungen, zeigt aber auch offen auf, dass es manchmal ohne Gewalt einfach nicht geht. Natürlich ist der Film nur teils realistisch und in einigen Szenen nimmt Latimer das Gesetz selber in die Hand und prügelt drauf los. Daher ist der Prinzipal eine Mischung aus Drama, Action, Sozialkritik und ein bisschen Humor.
Inhalt:
Da der aufbrausende Lehrer Rick Latimer ( James Belushi ) seinen Vorgesetzten schon lange ein Dorn im Auge ist, wird er zum Rektor befördert und an die Brandel Highschool versetzt. Doch die Schule ist die reinste Hölle und eine Gang unter Führung von Victor Duncan ( Michael Wright ) kontrolliert alles. Doch Latimer ist fest entschlossen in der Schule aufzuräumen und greift mit Hilfe von Hausmeister Jake ( Louis Gosset Jr. 9 hart durch. Doch Duncan und seine Gang schrecken auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurück, also muss auch Latimer andere Seiten aufziehen.
Es wurde zum Teil an Orginalschauplätzen gedreht, was nicht zu übersehen ist. Die Schule ist wirklich das letzte Loch. Überall reperaturbedürftig und abgenutzt. Überall Graffiti an den Wänden. Es wird gedealt, geprügelt und bedroht. Die Schüler haben allesamt keinen Bock auf Unterricht und sind demnach schwer zu zähmen. Auch die Umgebung um die Schule herum ist genauso trostlos. Hier bekommt man wirklich sehr authentische Aufnahmen zu sehen. Zumindest bei der Kulisse bleibt man sehr realistisch.
Der Sound ist sehr verschieden. Es werden, wie es in den 80ern üblich war, ganze Songs während des Films gespielt. Die Musikuntermalung stammt von Jellybean und ist sehr rockig geraten. Passt also perfekt zum Geschehen.
Natürlich gibt es auch einige Actionszenen zu bewundern, aber Spannung kommt erst im Finale auf. Der aufbrausende Latimer darf erstmal dem Mann seiner Exfrau Angst einjagen und nimmt dann in Brandel den Mund zu voll. Natürlich muss er dafür einmal ordentlich einstecken und bekommt was auf die Mütze. Klasse ist voe allem die Motorradfahrt durch die Schule, als Latimer seine Kollegin Hillary Orosco ( Rae Dawn Chong ) vor einem Vergewaltiger rettet. Eine Verfolgungsjagd mit Victor darf natürlich auch nicht fehlen und auch das Finale hat es dann in sich. Dort wird dann die Lösung Gewalt angeprangert, stört aber eigentlich nicht. Es wird noch einmal ordentlich geprügelt und Latimer zeigt Victor wer der Chef in der Schule ist. Das Finale in der Dusche ist sehr spannend geraten, denn da steckt Latimer wirklich für kurze Zeit mächtig in der Scheisse.
Auf jeden Fall wird Der Prinzipal zu keiner Zeit langweilig, dafür funktioniert die Mischung zu gut.
James Belushi ist in der Rolle des Rick Latimer einfach klasse anzusehen. Er hat einfach die perfekte Ausstrahlung und die Rolle als Sprüche klopfender und schnell ausrastender Rektor steht ihm einfach gut. Er verleiht dem Film noch genau die humorvolle Ader, wo er braucht.
Louis Gossett Jr. als Jake ist auch gut besetzt. Er findet Gefallen an Latimers Einstellung und steht immer zu ihm. Die Zwei harmonieren gut zusammen und auch Gossett Jr. hat einige gute Onliner parat.
Michael Wright ist Victor Duncan und spielt seine Rolle auch sehr überzeugend. Man könnte ihn sich wirklich so vorstellen und man hat ein richtig gutes Gefühl im Bauch, wenn er endlich was auf die Fresse bekommt.
Als Hillary Orosco ist Rae Dawn Chong zu sehen, welche auch sehr glaubwürdig agiert.
Fazit:
Trotz vieler Klischees, einfach klasse anzusehen. Die Formel aus Drama, Action und Humor funktioniert prima und auch die Darsteller steuern ihren Teil dazu bei. Eigentlich für mich der beste Film aus dem Genre. Auch die authentische Kulisse und der rockige Sound können punkten.