Review

2 Days – One Night

Gerade den First Look auf den Film hinter mir - Einer der Hauptgründe für mein Interesse an dem Film sind klar Marion Cotillard, die mir als Schauspielerin gefällt und bereits durch Filme wie A Good Year, Public Enemies, Inception, The Dark Knight Rises und Rust and Bone viele tolle Rollen abgeliefert hat. Ihre Tour de Force in diesem sehr sozialkritischen Drama gehört auch mit dazu. Das Drama ist nicht nur sehr sozialkritisch, sondern auch extrem bodenständig mit einem der existenziell wichtigsten Themen für die "Blue-Collar-Fraktion" - Ein paar mehr Euro im Jahr oder der Job an sich sind da schon Einiges, wo der Verzicht und Verlust schon extrem weh tun kann. Ich habe mich in dem Film leicht an eine eigene Zeit erinnern können, in der ich durch Burn-Out und mittelschweren Depressionen nach langer Krankheitsphase wieder in den Job zurückgekehrt bin. Förmliche Angst vor Kollegen und deren Reaktion sowie Angst vor der Reaktion der Chefs und Entscheidungsträger. Cotillard speilt das extrem glaubwürdig - die Hoffnungslosigkeit, Trauer, Angst, Panik bzw. auch die leichten Hochphasen, in denen wieder etwas Motivation und Zuversicht hochkommt und auch die Atemnot sowie das erhöhte Bedürfnis nach Schlaf. Damals, als ich mir zum ersten Mal den Trailer angesehen und die Synopsis gelesen habe, wusste ich schon, dass Cotillard dafür oscarnominiert sein wird. Das einzige Problem mit dem Film ist, dass die Anzahl der Kollegen etwas zu viel ist, so dass der Film die gleiche Unterhaltung in unterschiedlichen Variationen immer und immer wieder präsentiert und die Motivationen der Kollegen sich teilweise auch gleicht. So wirkt das teilweise leicht redundant und den Handlungsfluss lähmend und störend. Trotz diesem negativen Punkt hat mir die ruhige, bodenständige Inszenierung gefallen und meine Erwartungen an den Film sind erfüllt worden.

8/10 Punkte

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