ACHTUNG ! SPOILER !
„Ein Forscher verschwindet in den tropischen Urwäldern des Kongo. Seine Frau schließt sich einer Expedition an, um ihren Mann zu suchen. In den Urwäldern geschehen unfassbare Dinge. Affenmenschen beeinflussen die Frau so stark, dass sie die Erfüllung des Lebens im Zusammenleben mit diesen 'Urmenschen' sieht. Durch ihre Liebe zum Oberhaupt dieser Urmenschen wird sie zur 'Herrin des Dschungels.'“ (Covertext DVD)
Bleibt noch anzumerken, dass die Titelfigur in der Originalfassung auf den Namen „Susan“ hört und der Name „Diane“ eine Erfindung der deutschen Synchronisation ist.
MISTRESS OF THE APES ist Mega-Trash, allerdings von der langweiligen Sorte. Der Film vom selbsternannten „Schlockmeister“ Larry Buchanan ist einfach nur öde. Die schwachsinnige Story von der blonden Schönheit, die ihr Glück bei einem Stamm von „Halb-Menschen“ findet, ist weder spannend inszeniert noch unfreiwillig komisch. Die angedeutete Schlüpfrigkeit der Handlung (blonde Frau + Affenmensch) bleibt ebenfalls im Ansatz stecken, so dass der Film auch in dieser Hinsicht (abgesehen von ein paar verschämten Nuditäten) nichts zu bieten hat. Die hochtrabenden aber substanzlosen Dialogen gehen schnell auf die Nerven und bewegen sich auf einem Niveau, das nur haarscharf der völligen Unsinnigkeit entgeht. Darstellerisch und inszenatorisch ebenfalls unter aller Kanone, kann man den Film nur mit Hilfe der Fast-Forward Taste ohne mentale Schäden überstehen. Dem Erfinder sei Dank.
Angeblich inszenierte Larry Buchanan (1923 – 2004) den Film innerhalb von zehn Tagen für weniger als $ 60.000. Laut IMDb drehte der Regisseur zwischen 1951 und 1989 ca. 30 Filme, wobei er bei der Mehrzahl auch für Buch und Produktion zuständig war. MISTRESS OF THE APES war einer seiner letzten Filme.
Der Streifen kam im Februar 1982 angeblich noch in die deutschen Kinos und wurde kurz darauf, u.a. von „All-Video“, auf VHS unter die Leute gebracht. Inzwischen ist er bei „VZM / Mayvid Entertainment“ auch als Billig-DVD veröffentlicht worden. Die Bildqualität ist bei beiden Veröffentlichungen in etwa gleich schlecht.
„Weniger durch Brutalität, als durch haarsträubende Naivität und Dummheit verärgernder, langweiliger und amateurhaft inszenierter Urwaldfilm.“ (Filmlexikon CD-Rom 2014)
Aus der Werbung:
She found fullfilment in the jungle... with the ape that walked like a man! (Plakat)
Sie fand ihre Erfüllung bei den Wilden! (DVD)