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Einen ausgewiesenen Wetterfrosch benötigt es nicht unbedingt, um die Wortkombination des vorliegenden Titels deuten zu können, denn es geht folgerichtig um Tornados und fliegende Steine. Regisseur Jason Bourque kümmert sich bereits seit einigen Jahren darum, dass Sender wie Syfy genügend Blödsinn senden können und auf diesem Niveau unterhält sein TV-Film sogar fast solide.

Just während einer Touristenführung lösen sich Teile des Plymouth-Rock und werden in eine gewaltige Seehose gezogen. Kurz darauf schleudern vierzig Meilen entfernt Gesteinsbrocken auf einen Hafen. Der ehemalige Forscher Joe und Wettermann Lee versuchen hinter das Geheimnis des Wetterphänomens zu kommen, bevor Boston dem Erdboden gleich gemacht wird...

Ein Einstieg auf den Punkt ist optimal für Genrefreunde, denn dadurch lässt sich rasch abwägen, ob der Streifen überhaupt für eine komplette Sichtung in Frage kommt. Die ersten Effekte mit Tornado über dem Meer gehen in Ordnung, die wesentlichen Figuren werden rasch und überwiegend sympathisch eingeführt, nur das angedeutete Trauma des Helden deutet an, im Verlauf mit Fakten konfrontiert zu werden, die definitiv nicht interessieren und lediglich dazu dienen, zwischenzeitlich ein wenig Ruhe ins Getümmel zu bringen.

Demgegenüber ist das Erzähltempo tatsächlich fast konstant flott und es ist ordentlich Bewegung im Spiel, zumal vermehrt Gesteinsbrocken herabschleudern, welche nach Landung auf dem Boden (oder im Auto) kurz darauf wie Tretminen explodieren, so dass immerhin einiges zu Bruch geht, auch wenn die dazugehörigen Effekte nicht immer sauber aussehen und die Gesteine selbst ein wenig zu sehr nach Pixelpfusch riechen.

Den Hintergrund des Phänomens sollte man indes erst gar nicht näher durchleuchten, denn da werden Erklärungen von Vulkanausbrüchen und veränderten Ozonwerten herangezogen, was genauso hanebüchen ist, wie die finale Idee, das Szenario mit einem Schlag auszumerzen.
Glücklicherweise ist das Heldenduo zu sehr damit beschäftigt, Kids aufzuspüren, die Wetterzentrale zu erreichen oder Menschenmengen vorzuwarnen, - da muss als kleine Nachforschung auch mal eine Simulation am heimischen Rechner ausreichen.

Auch wenn erwartungsgemäß keine so ganz tollen Mimen mitwirken und sich die Sache auch leider recht ernst nimmt, könnten Genrefans mit "Stonados" passabel unterhalten werden, sofern man weiß, worauf man sich bei dieser Art von TV-Ware einlässt.
Neben einigen Klischees und überraschungsfreien Abläufen sind durchaus spannende Einlagen auszumachen und trotz ausbleibenden Blutvergießens werden einige Namenlose durch die Luft gewirbelt, zur Not auch mal in Zeitlupe.
Für Freunde simpel gehaltener Katastrophenfilme ein anspruchsloser und größtenteils kurzweiliger Zeitvertreib mit weniger überzeugenden Effekten, jedoch grundsolider Action.
5,5 von 10

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