Inhalt:
Der Student Martin nimmt einen Job als Nachtwächter bei der Gerichtsmedizin an, wo es bald zu mysteriösen Ereignissen, wie Leichenwanderung und Nekrophilie kommt. Außerdem treibt sich ein Killer in der Gegend herum, der seine weiblichen Opfer beim Schopfe ergreift und skalpiert.
Auf Grund der vorliegenden "Beweise" ist Martin schon bald der Hauptverdächtige für die Geschehnisse.
Kritik:
Ole Bornedal ist mit seinem Regiedebüt ein beeindruckender, packender Horrorthriller gelungen.
Geschickt spielt der Film mit den Ängsten des Zuschauers, wofür die unterschiedlich beleuchteten Gänge in der Gerichtsmedizin einen idealen Schauplatz bieten. Es gibt unheimliche Räume mit Leichen oder Teilen davon und man rechnet ständig damit, dass in jeder Ecke etwas lauern könnte.
Die Atmosphäre wird von der genialen Kameraführung bestens unterstützt.
Die (zumindest mir) unbekannten Schauspieler liefern glaubwürdige Leistungen ab, wobei die Charaktere genau und fassettenreich gezeichnet wurden.
Die Story bleibt von Anfang bis Ende interessant.
Bornedal hat eine ideale Mischung aus Horror, Humor und Thrill geschaffen.
Durch die Wendungen bleibt der Zuschauer am Ball und hat keine Zeit sich zu langweilen.
Besonders komisch ist die Idee der Wette zwischen den beiden Charakteren Martin und Jens:
Jeder kann dem anderen jederzeit eine Aufgabe stellen, die dieser dann erfüllen muss. Erfüllt er die Aufgabe nicht, so muss er seine Freundin heiraten (das ist mal ne Bestrafung!).
Hierbei kommt es zu aberwitzigen Szenen, wie dem Kotzen ins Taufbecken beim Abendmahl oder einem Blow Job im Restaurant.
Obwohl die Identität des Täters recht früh gelüftet wird (bis dahin hätte jeder der Charaktere hierfür in Frage kommen können), lässt die Spannung ab hier nicht nach. Es kommt zu einem furiosen Showdown, der dann noch einmal mit einem perfekten Abschlussgag abgerundet wird.
Bornedal hat mit diesem Film bewiesen, dass man auch ohne hohes Budget und blutige und computeranimierte Effekte einen gelungenen Film auf die Beine stellen kann.