Review

Dies ist nun schon der dritte "Webcam"-Horror in meiner Sammlung. Hätten wir da mal das grottenschlechte "Voyeur.com" sowie das gelungene "Kolobos", gliedert sich "Unsichtbare Augen" schön in der Mitte ein. Sehr zu meinem Ärgernis, man hätte mehr daraus machen können.

Eine wirkliche Einführung gibt es nicht. Kurze Castinggespräche und schon sind wir mitten im Geschehen. Die Charaktere erhalten zwar noch ein wenig Persönlichkeit, jedoch wirkt diese eher aufgedrückt.

Jedoch passiert ständig was; man sieht die Szenen auch aus jeweils verschiedenen Kameraperspektiven (welche man auf der DVD nochmals drehen und wenden kann). Nach einer Stunde gehts dann richtig zur Sache. Und es gibt sogar eine Szene, wo ein Branchenkenner wie ich noch aufgesprungen ist. Sehr schön gelungen!

Die Kameraführung beginnt jedoch auch gegen Ende zu nerven, als man ständig die Sichtwinkel wechselt. Die Darsteller spielen nicht mal so übel. Dazu einige spontane und überraschende Momente - für einen gemütlichen Feierabend genau das Richtige.

Fazit: Brauchbar gespielter Thriller mit überraschenden Wendungen, jedoch keine allzu grossen Gewalt- oder Blutanwendungen. Daher ist die "Keine Jugendfreigabe" eher ein Witz. Die Atmosphäre wird jedoch durch ständige Experimentierfreudigkeit des Regisseurs sehr getrübt (die diversen Kamerawinkel). Jedoch konnte mich der Film fesseln. 6/10

Und für alle Voyeure: Auf der DVD befindet sich noch unter den Extras die kurze Sexszene aus dem Film in voller Länge aus verschiedenen Kameraperspektiven. Naja wers braucht ;o)

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