Review

Auch wenn der Titel ein wenig nach Home Invasion klingt, entpuppt sich der Stoff rasch als schwarze Komödie mit leichten Anteilen eines Thrillers. Basierend auf einer Kurzgeschichte findet Regisseur Anthony Burns nicht die rechten Mittel, um die verschiedenen Genreelemente zu einem unterhaltsamen Ganzen zu verbinden.

Don Campagne (Patrick Wilson) leitet einen Möbelladen und führt eigentlich ein solides Familienleben mit zwei Kindern, wenn er nicht so sehr unter den Pantoffeln seiner kontrollsüchtigen, neureichen Frau Mona (Katherine Heigl) stehen würde. Als Don eine Affäre mit seiner neuen Verkäuferin Dusty (Jordana Brewster) beginnt und diese daraufhin vermeintlich schwanger wird, beginnt Mona die Messer zu wetzen, um das Bild der perfekten Familie zu bewahren...

Einige Elemente scheinen direkt von "American Beauty" übernommen worden zu sein, doch für eine Satire auf das typisch amerikanische Familienleben fällt die Angelegenheit über weite Teile viel zu harmlos aus. Monas Figur ist zwar stellenweise herrlich überzeichnet, da der Terminplaner nur einmal im Monat für eine Viertelstunde Sex vorsieht, die Kinder beim Abendessen ihr Französisch präsentieren sollen und der Garten ohnehin stets eine Sonderbehandlung benötigt, doch das Zusammenspiel mit Memme Don fällt auf Dauer zu einseitig aus.
Es gibt keine wirklichen Lacher zu verzeichnen und auch den Dialogen fehlt der nötige Pep.

In der zweiten Hälfte kommen die Anteile des Thrillers stärker zum Vorschein und es spritzt sogar ein wenig Blut, doch aufgrund einer FSK12 sollte man kein Schlachtfest erwarten. Bezüglich der lockeren Freigabe wundern eher einige nackte Tatsachen und eine zuweilen vulgäre Wortwahl. Dennoch bleibt die Erzählung handzahm, trotz der einigermaßen gelungenen Überraschung gegen Ende und ein paar halbwegs spannender Verdachtsmomente durch einen Cop.

Darstellerisch lassen sich sogar einige Schwachstellen der unausgegorenen Handlung kaschieren, denn Wilson chargiert irgendwo zwischen exzellent und leicht nervig, Heigl geht in der Rolle der manischen Oberzicke regelrecht auf und Brewster ist schlichtweg die perfekte Wahl als Verführerin. In Nebenrollen überzeugen indes James Belushi, A.J. Buckley und Kevin McKidd in eher untypischen Rollen als schmierige Bösewichte.

Unterm Strich liefert der Spagat zwischen Komödie, Drama und Thriller eine allenfalls partiell unterhaltsame Mischung ab, bei der deutlich spürbar wird, dass die Vorlage auf einer Kurzgeschichte beruht. Der Humor zündet nur selten und punktet eher in der ersten Hälfte, während insgesamt Biss und Dynamik fehlen.
Kleine und größere Zwickmühlen der Protagonisten unterhalten dementsprechend nur bedingt.
4,5 von 10

Details
Ähnliche Filme