Hier wurde im Vergleich zu der neuen Verfilmung des Stoffs aus 2002 des Schrott-Labels E-M-S eine ganz ordentliche Produktion hingelegt. Der Film hält sich recht genau an den Geschehnissen, lässt allerdings ebenfalls ein par wichtige Details, angeblich aus dramaturgischen Gründen, unter den Teppich fallen. Die deutsche Synchro ist passable, jedoch keineswegs perfekt. Herausheben kann man den Hauptdarsteller der Dahmer glaubwürdig spielt, der Sprecher, der die Erzählerrolle aus Sicht des Killers wiedergibt, macht seine Sache ebenfalls ganz gut.
Die häufig angesprochene Härte des Films konnte ich beim besten Willen so nicht entdecken, vor allem wenn man den Film mit Fulci-Streifen oder Ähnlichem vergleicht. Hart ist lediglich die wirkliche Vorlage und da hat man sich bei den Details schon geflissentlich zurückgehalten. Ein par wenige logische Fehler sind zu verschmerzen, dafür kann der Film recht prima unterhalten und bietet bei den Extras wirklich klasse Bonus: Texttafeln die über den Fall ausreichend informieren, unterlegt mit ein par Bildern. Dazu originale Gerichtsvideos mit Aussagen von Zeugen und Psychiatern mit optionalem deutschen Ton.
Alles in Allem kommt der Film auch aufgrund der recht miesen Bildqualität und lediglich 2.0-Ton sowie Vollbild und den diversen kleinen Mängeln nicht über eine 6/10 hinaus. Für Sammler jedoch weitaus wertvoller als der EMS-Müll "Dahmer" aus 2002 den man wirklich nicht empfehlen kann.