Review

kurz angerissen*

Selten, dass die Fortsetzung eines Computeranimationsfilms sich mal nicht unweigerlich auf die komischsten Momente des Originals reduziert und diese lediglich unmotiviert zum Fließbandsketch auswalzt, sondern sich bewusst vom Vorherigen löst und eine Fortentwicklung der Geschichte anstrebt. Sicherlich sollen die domestizierten Drachen immer noch an die putzigen Eigenschaften gemeiner Haustiere erinnern, was erneut vortrefflich gelingt. Doch alleine, dass man einen beachtlichen Zeitsprung wagte, der in einen spürbar erwachseneren Grundton mündet, verhilft „Drachenzähmen leicht gemacht 2“, einem Titel, der jetzt nur noch der Form halber gültig ist, zu neuen Wegen. Auch wenn man in Sachen Gegnerzeichnung wie so oft einige Klischees ausmachen kann, erweist sich fast jeder Plotkniff auf der anderen Seite als Gewinn, manchmal gar als Überraschung.

Auf den Nebenschauplätzen werden dann die Bonuspunkte abgeräumt: Inszenatorisch ist der zweite Teil dem ersten traditionsgemäß noch einmal eine Nasenlänge voraus. Einige Drachenflugsequenzen reichen nah an das mulmige Gefühl einer Achterbahnfahrt heran, und gerade die bildsprengenden Alphadrachen fügen der Franchise eine neue Dimension der Gigantomanie hinzu. Endlich mal wieder eine CGI-Reihe, die etwas aus sich machen konnte.

*weitere Informationen: siehe Profil

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