In einer abgelegenen Region Alaskas werden verstümmelte Überreste von Bärenangriffen gefunden. Die sich in einem langjährigen Zwist befindlichen Brüder Beckett und Rowan machen sich in die Wälder auf, die dort als Grizzly Maze bekannt sind, um Becketts Frau und einen Freund Rowans zu warnen und rauszuholen. Bald schon stehen sie einem gewaltigen Monster von Bären gegenüber.
Und das ist sehr erfreulich und unglaublich bedrohlich Bart, der Bär. Ein echtes Ungetüm von Grizzly, der hier mit seiner massigen Präsenz sämtlichen Zweibeinern die Show stiehlt. Denn im Gegensatz zu vielen anderen bärigen Filmen ist Bart eben ein echter Bär. Stünde der mir gegenüber, würde ich es wohl nicht mal mehr hinbekommen, mir in die Hosen zu machen.
Aber neben Bart hat der Film natürlich auch menschliche Protagonisten, die mit Thomas Jane, James Marsden, Piper Perabo, Scott Glenn und in einer Minirolle Adam Beach (Windtalkers) auch einige bekannte Namen an Bord hat. Gespielt wird absolut solide. Vor allem Perabo gibt sich mit der Darstellung der gehörlosen Michelle redlich Mühe und wurde vermutlich auch gecoached, aber nur eine tatsächlich gehörlose Person wie z. B. Marlee Matlin kann das letztlich richtig darstellen. Insofern macht Perabo alles soweit möglich fein, aber eine Frau Matlin wäre trotz ein paar Jahren höherem Alters eine bessere Wahl gewesen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Auch Score und Kamera arbeiten solide und vor allem die Szenen, in denen Bart direkt mit Menschen agiert, knistern vor Spannung. Wenn dieses Monster von Bär brüllt, läuft's eiskalt den Rücken runter.
Allzu große Logikdefizite sind nicht zu verzeichnen, wobei eine Bärenforscherin wohl etwas besser weiß, wie sie auf einen wütenden Bären reagieren muss. Aber weiß ich schon, hier in meiner warmen Bude lässt sich's leicht reden.
Das Tempo ist weitgehend knackig, Langeweile kommt definitiv nicht auf. Auf üble Härten seitens des Bären muss man nicht gefasst sein, da gibt es lediglich ein paar Folgen der Angriffe in Form von Körperteilen oder tiefen Krallenwunden zu sehen. Umgekehrt wird die Barbarei der Menschen schon deutlich drastischer gezeigt. Leider sehr glaubwürdig und äußerst verabscheuungswürdig. Typisch Mensch.
Am Ende hat man einen spannenden Abenteuer-Thriller gesehen und, ich kann es einfach nicht oft genug erwähnen, einen bedrohlich präsenten Hauptdarsteller namens Bart.
Bart wird übrigens sowohl im Vor-, als auch im Abspann gesondert erwähnt und bedankt!! Vorbildlich. Mag ich.
Ein Herz für Bart.