Review

kurz angerissen*

Ist es in einer WG mit Zooey Deschanel so langweilig, dass man sich auf den Straßen von LA erstmal auf so alberne Art abreagieren muss? Dass es für Jake „Not Johnny Knoxville“ Johnson und Damon „Not My Father“ Wayans Jr. in der Fake-Polizeiuniform – welch naheliegende Idee für eine Anarchokomödie – Spaß zu machen scheint, mag man ja gerade noch einsehen, als Zuschauer zieht man da aber eher weniger mit. Der humoristische Ton, der irgendwo zwischen den Filmen von Wayans Sr. und Will Ferrell liegt, schöpft die eigentlich potente Idee nicht genug aus, sondern bleibt beim Naheliegenden – zwei Versagern, die Verwechslungssituationen bewusst herbeiführen, um ihre unerfüllten Machtfantasien ausleben zu können. Da kann man im besten Fall gerade noch drüber schmunzeln, wo bleiben aber die echten zündenden Ideen?

Assists gibt es da weder von Drehbuch- noch von Regieseite. Wayans und Johnson werden mit ihren unausgegorenen Profilen im Regen stehen gelassen und mit einem unterdurchschnittlichen Gangster-Subplot gefüttert, Ersterer muss sich zudem noch einen uninteressanten Videospielentwickler-Background gefallen lassen, der kaum gute Gags generiert. Ein Martin Lawrence hatte in „Der Diamantencop“ wenigstens noch eine Motivation für seine Verkleidung, die in einen absurden Heist-Plot mündete. „Let’s Be Cops“ hätte den eher unmotivierten Ansatz der beiden Protagonisten wenigstens für einen Seitenhieb auf den gesellschaftlichen Umgang mit Autoritäten nutzen können, ein solcher blitzt jedoch nur anfangs ein-, zweimal auf. Alles danach ist Buddyquatsch mit Soße.

*weitere Informationen: siehe Profil

Details
Ähnliche Filme