Das fast immer zutreffenden Gesetz der Serie erhält hier neue Bestätigung: "Düstere Legenden 2" ist - ich nehme es vorweg - nicht so gut wie das Original. Die (Selbst-) Ironie die den Erstling so auszeichnete wurde hier drastisch reduziert (einzig der Schluss-Gag ist ganz nett), aber scheinbar kongruent dazu wurde der Blutgehalt exponentiell vergrößert.
Die Story ist altbekannt: Läuft `n Mörder übern Campus...
Na gut, ganz so schwarz-weiß ist der Plot nicht, aber es wird nur so viel verändert, dass die Ideen- und Einfallslosigkeit des Drehbuchautors notdürftig kaschiert wird: Film-Studentin Amy plant ebenso wie ihre Kommilitonen einen Abschlussfilm, um bei den Hitchcock-Awards abzuräumen und eine ruhmreiche Karriere in Hollywood zu starten. Als Thema will sie düstere Legenden verfilmen, doch als ein Kommilitone über Leichen geht, werden diese erschreckend real...
Jennifer Morrison als Amy bleibt ebenso blass wie der Rest der Schauspieler. Einzig Eva Mendes ("Hitch-Der Date-Doktor) findet man als einigermaßen großen Namen unter den Kommilitoninnen. Die Story mit dem Film im Film ist gefällig, sorgt für einige nette Wendungen und eine hübsche Grusel-Atmosphäre, ist allerdings nicht neu. Die Morde fallen zwar nicht übermäßig blutig aus, sind aber ganz akzeptabel.
Herauszuheben ist die mittlerweile schon legendäre Fensterscheibe-Kopf ab-Hund-Niere-Szene, die den diabolischsten aller Tode darstellt und Grund für die sonst eher lächerliche Indizierung des Films ist.
Einzig hier kann sich der Genre-Fan an ganz nettem Gore erfreuen und auch diese Szene ist der beste Grund, sich dieses mäßige Werk zum Ausklang eines Videoabends anzutun.
Spannung kommt allerdings nur geringfügig auf, da es immer irgendetwas gibt, was den Aufbau selbiger stört: sei es überflüssige Sinnlos-Dialoge oder schlicht Langeweile.
Auf jeden Fall besser als das im gleichen Jahr erschienene "Scream"-Plagiat "Cut" - aber diese Tatsache allein macht "Düstere Legenden 2" nicht zu einem guten Slasher.