Review

Der Erstling entstand 1998, in Mitten der Slasherwelle nach " Scream ". Da er dem Publikum gefiel, gab es eine Fortsetzung, welche das Niveau des Originals gut halten kann. Regisseur John Ottmann liefert hier sein Regiedebut und schrieb auch gleich das Drehbuch mit, doch gelohnt hat es sich offentsichtlich nicht, denn dies ist sein erster und bis jetzt auch sein letzter Spielfilm, dabei macht er hier einen wirklich guten Job.
Story:
Die angehende Regisseurin Amy Mayfield ( Jennifer Morrison ) will an ihrer Uni den Hitchkock Award gewinnen, doch die Konkurrenz ist hart. Auch scheint irgend Jemand über Leichen zu gehen, denn an der Uni häufen sich seltsame Todesfälle. Bald merkt Amy, dass es der geheimnisvolle Killer auch auf sie abgesehen hat. Zusammen mit dem Bruder eines Opfers, namens Trevor ( Matthew Davis ) versucht sie den Killer ausfindig zu machen und zu stoppen. Dieser vollbringt derweil weiter sein blutiges Werk.

Die Story ist gar nicht mal übel und nicht 08/15 wie üblich. Nur das Motiv des Killers ist armselig und ergibt nicht wirklich Sinn. Doch ansonsten geht man recht wendungsreich ans Werk, bietet einige Ideen, unvorhergesehene Geschehnisse und auch die Spannung ist auf gutem Niveau. Richtige Schocks gibt es leider nur sehr wenige, doch der atmosphärische Grusel kommt gut herüber.
Die Morde sind recht abwechslungsreich, da der Killer, hier mit einer Fechtmaske, immer neue Waffen zum Töten wählt. So wird Mancher mit dem Messer aufgeschlitzt, durch ein Fenster geköpft, eine große Kameralinse wird zum Schlagwerkzeug, oder fiese Stromschläge werden benutzt um die ahnungslose Crew grausam ins Jenseits zu befördern. Man hätte aber ruhig noch etwas brutaler vorgehen können, daher ist für mich die Indizierung sehr fragwürdig. Immherhin ist es hier wirklich recht schwer den Killer zu entlarven, also ich bin nicht drauf gekommen, da Ottmann auch massenhaft falsche Spuren legt. Auch der Gag zum Schluss des Films kann punkten, doch dazu muss man den ersten Teil kennen, doch sonst hat " Düstere Legenden 2 " wirklich fast gar nichts mit dem Erstling zu tun.
Die Kulissen oder besser gesagt Sets sind stets unheimlich in Szene gesetzt und der Score untermalt das Horrorszenario perfekt.

Die Darsteller sind bis auf ein paar vereinzelte Ausfälle in Ordnung. Jennifer Morrison als Amy macht ihre Sache sehr glaubhaft und Matthew Davis macht sich gut in seiner Doppelrolle. Anthony Anderson gibt einen humorvollen Sidekick ab, genauso wie Rebecca Gayheart mit ihrem Kurzauftritt. Die hier noch recht unbekannte Eva Mendes ist in einer Nebenrolle zu sehen, genauso wie Hart Bochner als Professor.

Fazit:
Hält sich ungefähr die Waage mit dem ersten Teil, nur das Motiv des Mörders ist dämlich, doch die restliche Story ist gut. Gemordet wird recht viel und abwechslungsreich, könnte aber ruhig noch etwas blutiger sein. Doch Spannung ist vorhanden, zumindest so viel, dass es zum gruseln reicht. Die Darsteller können sich sehen lassen, außer ein paar Ausfällen.
Gutes Slasherkino, welches man sich als Slasherfan nicht entgehen lassen sollte.

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