Review

Nach dem Überraschungshit "Düstere Legenden" war es natürlich keine Frage der Zeit, ehe man eine Fortsetzung drehen ließ. Die ist insgesamt deutlich düsterer und blutiger ausgefallen als ihr Erstling, aber nun mal der Reihe nach.

Amy ist an einer Filmhochschule. Gemeinsam mit ihren Mitschülern dort strebt man den jährlichen "Hitchcock-Award" an, der nicht nur ein Stipendium im Wert von 15.000 Dollar mit sich bringt, sondern auch gleichzeitig das Karrierebrett für einen Einstieg ins Hollywood-Filmgeschäft bedeutet. Amy hat eine Wahnsinns-Idee für ein Drehbuch, basierend auf den Geschehnissen des ersten Teils von "Düstere Legenden", und fängt an, eine unheimliche Szenerie nach der anderen zu filmen. Währenddessen macht ein unheimlicher Mörder jedoch aus den Geschichten und dem Film bittere Realität - den scheinbar will jemand den Award für sich alleine haben...

Hatte der erste Teil wirklich noch das recht interessante Grundthema der "Düsteren Legenden" (die mir komischerweise so noch nie im Alltag bzw. richtigen Leben sondern immer nur im Film begegnet sind), macht der zweite Teil daraus eher ein bisschen weniger - man erfährt von der Polizistin, die auch im Original mitspielte, was damals passiert ist und promt hat die liebe Hauptdarstellerin ihre Idee, dreht eine Szenerie nach der anderen, die auf solche "Urban Legends" bauen soll, die jedoch mündlich nicht weiter im Film erörtert werden.

Überhaupt staunt man nicht schlecht, was sich für Prolls und Idioten an der angeblich weltweit besten Filmuniversität rumtreiben - ein bisschen mehr Niveau und Disziplin sollte da eigentlich schon drin sein. Stattdessen hat man dieselben Klischeerollen wie immer, den lieben, netten Farbigen natürlich keinesfalls vergessen. Auch die nervige Hauptdarstellerin hat natürlich ein ganz schweres Los mit ihrem Schicksal und der Vorgeschichte zu tragen. In solchen Aspekten bietet "Düstere Legenden 2" leider absolut gar keinen neuen Aspekt.

Auch die Handlung plätschert ruhig und milde vor sich hin; Die Spannung bleibt größtenteils aus, auch wenn der Film dafür stellenweise, vor allem gegen Ende hin, wirklich richtig atmosphärisch wird. Gerade die Morde fallen noch düsterer und gemeiner aus als im Original, sodass man stellenweise wirklich nicht schlecht staunt. Ein Witz dann also noch, dass gerade mal eine (Enthauptungs-)Szene gekürzt werden musste, damit der Film eine Fsk 16 erhielt, während die unzensierte Fassung promt auf dem Jugendindex landete.
In diesem Gesamtpunkt kann man also durchaus für diesen Slasherstreifen sprechen - die Schlachtsequenzen sind wirklich gut gelungen. Leider sind dafür die Schauspieler wiederum sehr schlicht geraten. Folglich kann auch hier keine wirkliche Qualität erwartet werden...

Handwerklich solide produzierter Streifen, der sich allerdings bestenfalls als Glied in die Kette des normalen Slasherstreifens einreihen kann, mit der Besonderheit, dass die Morde manchmal recht happig ausfallen.

5/10

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