Review

Schwaches Ding.

Trey Parker und Matt Stone, die Chaoten, die schon für Southpark verantwortlich sind, haben gemeinsam auch noch diesen Film entwickelt. Meiner Meinung nach hätten sie sich die Arbeit sparen können. Veröffentlichen konnten sie den Film erst 1997- 1996 war er bereits fertig - weil sich vor dem Erfolg von Southpark kein Vertrieb fand. Ein nächstes Problem war die NC-17 Einstufung, die der Film als Altersfreigabe erhielt. Parker wusste nicht, warum das so war, wollte aber eine geringere Einstufung, weil das dem Erfolg des Films natürlich enorm im Weg stand. Er schnitt also allerhand an seinem Film rum, die Bewertung blieb aber immer die gleiche. Vermutlich wegen den Sexspielzeugen, die der Superheld als Waffe verwendet.

Trey Parker setzte sich gleich in die Hauptrolle und spielt einen Mormonen, der auf einer seiner Missionarsreisen von Haustür zu Haustür in‘s Pornogeschäft schliddert: Er braucht dringend Geld für seine Hochzeit und Max Orbison, ein berühmter Pornoproduzent, bietet ihm massig Geld für die Hauptrolle in seinem Film. Joe ahnt zunächst nicht, worauf er sich da einlässt und gerät immer tiefer in das Geschäft hinein, zumal er überredet wird, in der Fortsetzung seines ersten Films "Orgazmo" mitzuspielen. Am Ende muss er nicht nur gegen den Erfolg des Films kämpfen, sondern auch gegen den Produzenten Max Orbison, weil dieser einen seiner Homies (G-Fresh) und sogar seine Frau bedroht. Er wird nun tatsächlich zum Superhelden Orgazmo und will mit Hilfe seines Orgazmorators (Maschine, die zum Orgasmus "zwingt") sowie seines lächerlichen Assistenten "Choda boy" seine Probleme beseitigen.

Der Aufbau der Story erinnert zum Teil an Southpark, wenn man den Verrücktheits-/Dummheitsgrad betrachtet. Bei Southpark klappt das immer hervorragend, vielleicht weil es nur kurze Episoden sind, von denen man nicht so schnell genervt ist. Die Sache in Spielfilmlänge wird allerdings irgendwann fast unerträglich dämlich. Weder spannend, noch sonderlich gut gespielt (nur Max Orbison fand ich stark), noch in irgendeiner anderen Form besonders. Wer nämlich nacktes Fleisch erwartet, kann sich das gleich abschminken. Brüste sieht man nicht einmal eine halbe Sekunde, dafür zahlreiche hässliche Männerärsche, die kein Mensch braucht. Und das, obwohl Chasey Lane mitspielt. Auch die Gewalt im Film existiert nicht wirklich. Es gibt genau eine Splatterszene, die bewusst schlecht die Zerberstung eines Kopfes darstellt, aber der Betroffene steht 5 Minuten später wieder wie eine 1.

Was bleibt da noch? Story mies, keine Brüste, kein Splatter, schlechte Schauspieler (gewollt)...der Humor! Der Humor ist leider ebenfalls schwach. Ich gebe zu, dreimal habe auch ich gelacht, aber meistens nur über die Dämlichkeit den Kopf geschüttelt. Der Film ist nicht dämlicher als die Zeichentrickserie, vielleicht kommt neben der Länge noch hinzu, dass das Ganze mit echten Schauspielern noch eine Stufe dümmer wird, als wenn man lediglich ein paar gezeichnete Kinder beobachtet...

Fazit: Ich bin enttäuscht. Ein ganz schwacher Film von den Southparkproduzenten, der nicht ansatzweise hält, was die Serie verspricht. Die "ab 18"-Freigabe ist überflüssig, weder nackte Haut noch Gewalt gibt es in dem Film. Selbst der Humor fehlt bzw. wird falsch eingesetzt. Daher nur 3 Punkte, weil ich dreimal gelacht habe. Euer

Don

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