Joe ist ein junger Mormone, der in L.A. versucht, das Geld für seine Hochzeit mit seiner reizenden Freundin zusammenzusparen. Bewaffnet mit einem unerschütterlichen Glauben an die mormonischen Glaubensmaximen, erläuternden Broschüren und einem strahlenden Dauergrinsen zieht er von Haus zu Haus, um die Einwohner davon zu überzeugen, die Sünde weit hinter sich zu lassen.
Das macht ihn nicht sehr beliebt, und als er mitten während eines Pornodrehs an der Türe des Ruckelfilm-Produzenten Maxxx Orbison klopft, hetzt dieser seine Schläger auf den wackeren Glaubenskrieger, der sich im nachfolgenden Fight als gestählte, durchtrainierte und durchaus toughe Kmapfmaschine herausstellt. Orbison ist so begeistert, dass er Joe vom Fleck weg als Schauspieler für den Porno "Orgazmo" engagiert. Nach einigem Zaudern sagt Joe zu, der er auf das Geld hofft. Zudem soll es ja auch nur eine einmalige Sache sein ....
Leider ist der Film ein solcher Kassenschlager, dass Orbison plant, eine Fortsetzung zu drehen. Dem armen Joe wird das Eisen um einiges zu heiß und er weigert sich, mitzuspielen. Doch Maxxx Orbison will nicht auf sein Zugpferd verzichten und entwickelt einen teuflischen Plan ...
Warum dieser Film? Tjaaaa ... warum denn nicht? Auf den ersten Blick mag man es nicht vermuten, doch auch hier gilt - genau wie bei South Park : Es steckt viel mehr dahinter, als man erst vermuten mag.
Der Film weigert sich glücklicherweise standhaft, in einer Flut aus Zoten zu versinken, was bei dem Thema ein Leichtes gewesen wäre. Er schwankt zwischen absurder Albernheit und augenzwinkernden Seitenhieben auf die amerikanische Pornoindustrie und viele weitere Filmgenres. Fans amerikanischer Hab-mich-lieb-Filmen werden auch das eine oder andere bekannte Gesicht sehen. Ron Jeremy, beispielsweise, von dem aber auch bekannt ist, dass er sich selbst nicht sehr ernst nimmt ...
Was unterm Strich zu sagen bleibt, ist, dasseinen hier eine charmante Komödie mit einem tollen Soundtrack erwartet. Auch Leute, die mit Pornos rein gar nichts am Hut haben, sollten dem Film eine Chance geben. Er hat es wirklich verdient.