Review

„Orgazmo“ ist so ein Film, der gern im Frühmorgens/Spätnachtsprogramm versteckt wird. Einerseits ist es eine alberne Komödie, mit der man eigentlich keinen Esel mehr hinter der Krippe vorlocken kann, andererseits haben eben Parker und Stone, die „South Park“-Macher diesen Quark zusammengezimmert.

Ausgangspunkt ist ein wenig ZAZ-Humor, wenn ein gläubiger Mormone sich als Pornofilm-Superheld ausgibt und (trotz offensichtlicher Schwanzdoubles) zum heimlichen Star wird, obwohl er nur genug Geld für Frau und Kirche zusammenbekommen will.
Was dann folgt, sind diverse South-Park-Albernheiten auf Realfilm, komplett mit Orgazmonator-Waffe, gefährlichen Rivalitäten und einem Robin-Verschnitt der einen Gummipimmel auf dem Kopf rumträgt.

Genießen kann man das nur, wenn man der Ausstrahlungszeit entsprechend breit bis zum Anschlag ist und sich mit freundlichen Geschmacklosigkeiten und der amerikanischen Hardcore-Szene auskennt, die hier gleich in Kompaniestärke einen Gastauftritt hat. Stars wie Ron Jeremy, die sogar begrenztes Schauspielpotential haben, bekommen natürlich gleich größere Sprechrollen.

Ein paar lustige Ideen entstehen zwar schon dabei, aber das Meiste, was herauskommt, ist so platt wie eine Flunder, auch wenn es gar nicht revolutionär sein sollte, sondern nur fröhlich subversiv. Aber dafür wirkt das Skript zu gebremst, kippt nie vollends in den Wahnsinn, sondern klammert sich zu sehr an ein Happy End für den pretty white boy, ein Skandälchen dank zu viel gebremstem Schaum.

Für schlichte Gemüter vielleicht trotzdem ein Knaller, aber es gibt Besseres, selbst wenn man besoffen ist. (4/10)

Details
Ähnliche Filme