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Irgendwo in Schottland in irgendeiner Stadt, die verlassen scheint. Caesar rast mit seinem Auto durch die Straßen und er hat reichlich Alkohol getankt, auch wenn man ihm das nicht anzumerken scheint. Die junge Polizistin Rachel Heggie, die noch neu auf ihrer Wache ist, macht einen Rundgang am späten Abend, als Caesar einen Mann überfährt. Doch beim genaueren Nachsehen, ist dieser Mann verschwunden. Einen Verletzten scheint es nicht zu geben. Doch Rachel legt Caesar Handschellen an und nimmt ihn mit aufs Revier und sperrt ihn in eine Zelle. Drei weitere Polizisten darunter der Leiter der Wache machen sich auf, um den Verletzten zu finden.

Es gibt bereits einen Insassen im Gefängnis des Reviers: Einen Mann, der sich anscheinend an Kindern vergriffen hatte. Dann tauchen die beiden Officer Jack und Jennifer mit dem Verwundeten auf. Er scheint in einfacher Kleidung daher zu kommen und hat eine Kopfwunde. Dr. Hume wird zu Hilfe gerufen und soll den Patienten verartzen. Als er diesem jedoch näher kommt, begreift Hume, dass der Fremde weiß, was der Arzt gemacht hat. Er will den Fremden deshalb erstechen, doch Rachel kann dies verhindern und sperrt den Doktor ebenfalls ein. Der Fremde weiß es....

Und er scheint noch allerhand mehr über die Insassen und ihre Wärter zu wissen, doch auch er landet vorerst in einer Zelle. Und im Verlauf offenbahren sich die dunklen Geheimnisse eines jeden in der Polizeistation und sie werden für ihre Sünden bezahlen. Jeder einzelne.

Wertung:

Von der Geschichte eigenlich nichts Neues und eigentlich nicht schlecht erdacht erwartet man bei der Erwähnung des "Fantasy Film Fests" doch ein wenig mehr, als dass, was letzten Endes zu sehen war, denn dies bewegt sich auf sehr hohem Amateurniveau mehr aber auch nicht. Die Charaktere sind allesamt nichtssagend und farblos. Gerade was die Verbrechen oder Sünden betrifft, scheint sich überhaupt kein Schema abzuzeichnen, so dass prinzipiell jeder in dieser viel zu leeren Stadt, denn es mangelt an Einwohnern an allen Ecken und Enden, irgendwas auf dem Kerpholz zu haben, und das ist einfach unpassend.

Den Hauptpart nimmt Rachel ein, doch auch sie ist eigentlich ein unbedeutender Charakter. Gespielt wird sie von Pollyanna McIntosh, die auch "The Woman" in Jack Ketchum's "The Woman" spielte, und doch sagt sie mir gar nichts. Lediglich der Unbekannte in Form von Liam Cunningham hab ich in "The Card Player", "Der 1. Ritter" oder "Strike Back" mal gesehen, so dass er nicht gänzlich unbekannt ist. Neben Rachel hat er die größte Rolle, auch wenn ich es von Nachteilen finde, dass diese so geheimnissvoll erscheint, denn dadurch bleibt der Charakter auch eher im Verborgenen. Man erfährt
im Verlauf zwar, dass mit Rachel bereits vorher Kontakt bestand und am Ende versucht der Film zumindest eine Aufklärung über das Wieso und Warum zu geben, was zwar zum Filmthema passt ich als insgesamt aber wenig gelungen empfinde. Ganz furchtbar fand ich übrigens die deutsche Synchronisation von Caesar. Das wirkte schon sehr amateurhaft, ohne, dass dieser Film wirklich in dieses Genre gesteckt werden will.

Die Aufmachung in seiner Erstauflage im Mediabook sieht zwar schön aus und ist auch gut verarbeitet, ein solcher Film braucht eine derartige Veröffentlichung aber überhaupt nicht. Man hat hier leider immer mehr das Gefühl, dass lediglich die Verpackung zum Kauf anreizen soll, da der Film an sich wohl nicht überzeugen konnte. Die Qualität des Mediabooks ist sehr gut. Das macht den Film leider auch nicht besser, der höchstens B-Movie-Niveau hat. Ein paar Gewalteinlagen berechtigen zwar zu einer gewissen Freigabe, tragen aber nur wenig zur Handlung bei. Insgesamt ist dieser Film aus meiner Sicht deshalb nur Mittelmaß und erhält deshalb auch nur 06/10 Punkten. Kann man sehen, muss man aber nicht.

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